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Willkommen bei der Stiftung

Weltethos

für interkulturelle und interreligiöse
​Forschung, Bildung und Begegnung

„Eine Weltepoche, die anders als jede frühere geprägt ist durch Weltpolitik, Welttechnologie, Weltwirtschaft und ​Weltzivilisation, bedarf eines Weltethos.“  - Hans Küng, 1993

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Muhammad Sameer Murtaza: Worte für ein inklusives Wir

29.05.2020
Klartext zur "Muslimfrage"

"Europas Kultur ist ein Zweistromland und wird von drei Flüssen bewässert. Die Quelle des einen Stromes sprudelt in Israel, die des anderen in Griechenland. Und die Flüsse, das sind die Texte der griechischen Philosophie, der islamischen Aufklärung und die Bibel."

Deutschland, ein Land auf der Suche nach seiner Identität und dabei im Begriff, sich zu zerreißen. Muslime werden zur beliebten Projektions- und Abgrenzungsfläche dessen, was es nicht heißt, Deutscher zu sein. Scharfsinnig fragt Muhammad Sameer Murtaza, warum wir in einer säkularen Demokratie eigentlich ständig von Muslimen und nicht von Mitbürgern muslimischen Glaubens sprechen. Und geht es eigentlich tatsächlich um Muslime oder eher um die berechtigten Abstiegsängste der deutschen Mittelschicht im Zeitalter von globalen Online-Versandhändlern und transnationalen Konzernen? Identität, Migration, Leitkultur, das Verhältnis von Staat und Religion, rassistische Gewalt, an diesen Themen arbeitet sich Murtaza mit Bezug auf die deutsche Geschichte und die Werte des Grundgesetzes ab. Kritisch nach allen Seiten hin entwirft er eine große Erzählung eines inklusiven Wir.

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ZUKUNFTSWERKSTATT GUTES LEBEN 2.0 GEHT ONLINE!

22.05.2020

Neuigkeiten von der Stiftung Weltethos

30.04.2020
Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde der Stiftung Weltethos,

Gemeinschaft und gemeinsames Beten gefährdet die Gesundheit, Menschen sterben ohne Beistand. Pessach, Ostern, Ramadan oder andere Feste finden ohne Familie und Freunde statt. Wir befinden uns in einer herausfordernden Zeit.
Ein Teil von Ihnen ist jetzt sicherlich neugierig, wie die Stiftung Weltethos mit der Krise umgeht, ein anderer Teil wünscht sich endlich mal einen Bericht zu lesen, der sich nicht um Corona dreht.

Dr. Stephan Schlensog beschreibt die „Corona-Krise“ auf eine Weise als eine Art „sozialpsychologischen Testfall“, der Aufschluss gibt über den inneren Zustand unserer Gesellschaft, ohne dabei die vielen Dimensionen dieser Krise relativieren zu wollen:

„Mehr denn je erleben wir derzeit, wie existenziell wichtig für den inneren Zusammenhalt der Gesellschaft und für unser aller Wohlergehen Werte wie Menschlichkeit, Solidarität, Verlässlichkeit und Rücksichtnahme sind. Und je länger diese Krise andauert, desto deutlicher wird sich zeigen, wie lange die Menschen in einer auf Individualisierung und Selbstoptimierung getrimmten Gesellschaft bereit sind, Eigeninteressen zum Wohle anderer und um der Gemeinschaft willen hinten anzustellen, in der Hoffnung, in gemeinsamer Anstrengung diese schwierige Zeit irgendwann zu überwinden. Gelebtes Weltethos, könnte man auch sagen, ist das Gebot der Stunde. Denn um nichts anderes geht es bei der Arbeit unserer Stiftung und wird es auch in Zukunft gehen müssen: Mit der Vermittlung von Werten jene „Voraussetzungen“ zu schaffen – um es mit dem ehemaligen Verfassungsrichter Ernst-Wolfgang Böckenförde zu sagen –, die der Staat „selbst nicht garantieren kann“, gewissermaßen als Vorleistung für ein gelingendes Miteinander.“

(Dr. Stephan Schlensog)

 
Wir haben Ihnen die 
Impulse und Gedanken der Mitarbeiter*innen des Weltethos-Projekts zur Corna-Krise zusammengestellt. Außerdem erfahren Sie mehr über unsere aktuellen Aktivitäten und Angebote – garantiert virenfrei.

Viel Spaß beim Lesen und bleiben Sie gesund

Ihre Stiftung Weltethos

Newsletter-2020-01

Weltethos und Corona

29.04.2020
Gedanken und Impulse der Mitarbeiter*innen des Weltethos-Projekts

Die aktuelle Corona-Krise hat die Welt fest im Griff. Sie ist eine globale Herausforderung, die nur gemeinsam bewältigt werden kann. Die Idee des Weltethos gibt in dieser Krise Halt, denn: Besonders in Zeiten wie diesen wird der Stellenwert gemeinsamer Werte umso deutlicher.
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Weltethos-Projekts haben sich Gedanken gemacht: Was lehrt uns die Krise? Wo kann sie hinführen?

  • Welche Rolle spielt die Kirche in der Corona-Krise? Und welche Lösungen bietet sie an? Im Interview mit Odilo Noti, dem Präsidenten der Stiftung Weltethos Schweiz, wird unter anderem diesen Fragen nachgegangen. Außerdem gibt er Ratschläge für einen Umgang mit der Pandemie, wirft auf, welche Aspekte wir nicht aus den Augen verlieren dürfen und erklärt, wie die Weltethos-Idee Halt gibt. 
     
  • Was kann jede*r Einzelne neben Social Distancing für sich und Andere tun? Das Team vom Weltethos-Institut gibt 11 Impulse für Partnerschaftlichkeit und Selbstsorge in der Krise. 
     
  • Prof. Dr. Dr. Ulrich Hemel schreibt über das, was es für ein Lernen in der Krise braucht – über die Balance und das Prinzip von "Versuch und Irrtum", über die Notwendigkeit von Hoffnung und Handlungsroutinen. Aber auch über die Chancen, die eine solche Krise bietet: für die digitale Transformation und den Wert der Solidarität.
     
  • Krankheiten wirken sich auf die Wirtschaft aus: ob sie zum Geschäft werden oder Ökonomien schwächen. Dr. Bernd Villhauer geht der Frage nach, wie die Beziehung zwischen Krankheit und Kurs aussieht. Dafür beleuchtet er die Geschichte vergangener Krankheitswellen und skizziert, welche Auswirkungen Corona auf die Finanzmärkte hat. 
     
  • Dr. Julia Schönborn berichtet von ihren ganz persönlichen Lernerfahrungen zu Beginn der Krise. Begeben Sie sich gedanklich wieder zum zurück zum Anfang und lesen Sie nach, wie sie die Krisenkommunikation wahrgenommen hat und welche Chancen sie in der Krise sieht.
     
  • Prof Dr. Dr. Ulrich Hemel wagt einen Blick in die Zukunft – und beleuchtet ein vermeintliches Ende der sozialen Marktwirtschaft, Globalisierung und Demokratie.  Er schreibt über Corona als Katalysator für die Digitalsierung und eine Renaissance der Staaten. Und darüber, wie wir Solidarität leben und uns selbst neu erfahren.
Weltethos-und-corona

Hans Küng feiert seinen 92. Geburtstag

19.03.2020
Wir gratulieren Hans Küng von Herzen zu seinem Geburtstag und wünschen ihm alles erdenklich Gute!

Das Projekt Weltethos, das die letzte Periode seines vielfältigen theologischen Schaffens und Wirkens geprägt hat, wird in diesem Jahr 30 Jahre alt. Ein Grund einfach mal Danke zu sagen! Wir bedanken uns bei Hans Küng für sein jahrelanges Engagement für den Weltfrieden und ein friedliches Zusammenleben in Vielfalt. Es macht uns stolz und glücklich, das Projekt Weltethos fortführen zu dürfen, es in einer neuen Zeit weiter zu gestalten und den neuen Herausforderungen entgegenzusetzen.

„In einer solch dramatischen Weltlage braucht die Menschheit nicht nur politische Programme und Aktionen. Sie bedarf einer Vision des friedlichen Zusammenlebens der Völker, der ethnischen und ethischen Gruppierungen und der Religionen in gemeinsamer Verantwortung für unseren Planeten Erde.“

                                                                                                          (Hans Küng, 1990)

Foto: Stiftung Weltethos/ Erich Sommer

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