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Willkommen bei der Stiftung

WELTETHOS

für interkulturelle und interreligiöse ​Forschung, Bildung und Begegnung


„Eine Weltepoche, die anders als jede frühere geprägt ist durch Weltpolitik, Welttechnologie, Weltwirtschaft und ​Weltzivilisation, bedarf eines Weltethos.“  - Hans Küng, 1993

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Vier worldlab-Praxisprojekte der Stiftung Weltethos ausgezeichnet

Die Stiftung Weltethos zeichnete zusammen mit dem Ministerium für Kultus, Jugend und Sport sowie der Robert Bosch Stiftung die besten Projekte von Schüler*innen aus, die im Rahmen einer wordlab-Durchführung ihre Demokratiekompetenzen gestärkt und ein besonders nachhaltiges und wirkungsvolles Projekt auf die Beine gestellt haben. Vier Praxisprojekte von Schüler*innen aus Balingen, Stuttgart, Backnang und Böblingen erhielten die mit insgesamt 900 € dotierte Würdigung. Die vier Gewinnergruppen setzten sich unter 15 Einreichungen aus ganz Baden-Württemberg durch. 50 Schüler*innen reisten zur Preisverleihung nach Tübingen, die am 05.07.2022 von 14:00–16:00 Uhr Saal Eins in der Westspitze stattfand, um die Projekte vorzustellen und ihr Preisgeld entgegenzunehmen.

 

Die Gewinnerprojekte 

Die Klasse 8b der Sichelschule Balingen überzeugte die Jury mit der Gestaltung eines Grünen Klassenzimmers und landete auf dem ersten Platz. In der Projektphase entstanden Tische und Sitzmöbel sowie ein großes Palettensofa. Außerdem erfuhr die Gruppe Unterstützung durch einen Landschaftsgärtner und lernten, welche Pflanzen für ihren Platz geeignet sind, wie man diese pflanzt und pflegt. Staatssekretär im Ministerium für Kultus, Jugend und Sport, Volker Schebesta, überreichte den ersten Preis an die Schüler*innen. Bei der Preisverleihung sagte der Staatssekretär: „Das beherzte Herangehen an eine konkrete Projektaufgabe stärkt das Erleben der eigenen Selbstwirksamkeit. […] Somit stehen hinter jedem, der heute ausgezeichneten Praxisprojekte individuelle Erfahrungen, die weit über das eigentliche Praxisprojekt hinauswirken.“ Und weiter dankte er der Stiftung Weltethos: „Mit dem Projekt worldlab leistet die Stiftung Weltethos im Rahmen des Impulsprogramms der Landesregierung für einen gesellschaftlichen Zusammenhalt einen wichtigen Beitrag.“

Die Robert-Mayer-Schule in Stuttgart belegte den zweiten Platz (Laudatio: Claudia Rolf, Leiterin des Teams Demokratie im Bereich Globale Fragen, Robert Bosch Stiftung). Die Schüler*innen des ersten Jahres der zweijährigen Berufsfachschule Metalltechnik haben in Kooperation mit den Werkstatt- Religions- und Klassenlehrkräften ein Freiluft-Schachbrett für den Pausenhof hergestellt. Das Projekt umfasste die Planung des Arbeitsprozesses, die Anfertigung der Figuren sowie das Herstellen der Spielfläche. 

Den dritten Platz (Laudatio: Dr. Stephan Schlensog, Generalsekretär der Stiftung Weltethos) teilen sich mit einem Punktegleichstand die Schüler*innen der Klasse 9c der Pestalozzischule in Backnang und die Schüler*innen des Kaufmännischen Berufskollegs Fremdsprachen des Kaufmännischen Schulzentrums in Böblingen. Die Gruppe der Pestalozzischule hat im Backnanger Stadtwald 650 neue Bäume gekauft und gepflanzt, indem sie Baumpatenschaften verkauft haben. Nach erfolgreicher Spendenaktion wurden durch Forst Baden-Württemberg junge wärme- und trockenresistente Atlaszedern besorgt, die unter Anleitung im Plattenwald eingepflanzt wurden. Die weitere drittplatzierte Klasse aus Böblingen setzte sich zum Ziel, Rucksäcke an Grundschulkinder im Nordirak zu schicken. Sie haben sich entschieden, dafür mit der Initiative für Frieden und Hoffnung in Kurdistan e.V. zu kooperieren, da in der Schule bereits ein direkter Kontakt zum Verein bestand. Um ihr Ziel zu erreichen, sammelten sie bspw. Spendengelder in der Schule, informierten über das Projekt und organisierten eine Schlägerputzaktion im Golfclub Schönbuch.

 

Der Wettbewerb

Für den Preis bewerben konnten sich alle Schulgruppen, die als Teil ihrer worldlab-Durchführung in diesem Schuljahr ein Praxisprojekt im Rahmen des Ansatzes „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ umgesetzt haben und damit einen Beitrag zur globalen Nachhaltigkeitsagenda leisten. Die Auswahl der drei besten Praxisprojekte wurde von einer Jury bestehend aus je einer Person des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport, der Robert Bosch Stiftung und der Stiftung Weltethos vorgenommen. Die Jury bewertete vor allem die nachhaltige Ausrichtung des Projekts, den Bezug zum Ansatz „Bildung für nachhaltige Entwicklung“, sowie die Wirkung in der Schulgemeinschaft oder im sozialen Umfeld.

Im Schuljahr 2021/22 haben 28 Gruppen am worldlab teilgenommen, 15 Durchführungen fanden an beruflichen Schulen statt und 13 an allgemeinbildenden Schulen. Das entspricht etwa 84 Einzelworkshops.

 

Die Preisträger im Überblick:

1. Platz:   Sichelschule Balingen
Klasse 8b, Gemeinschaftsschule
Projekt: Grünes Klassenzimmer

2. Platz:   Robert-Mayer-Schule Stuttgart 
Erstes Jahr der zweijährigen Berufsfachschule Metalltechnik, Gewerbliche Schule
Projekt: Freiluftschach für den Pausenhof 

3. Platz:   Pestalozzischule Backnang
Klasse 9c, Sonderpädagogisches Bildungs- u. Beratungszentrum
Projekt: Baumpflanzung im Stadtwald

3. Platz:   Kaufmännisches Schulzentrum Böblingen 
Kaufmännisches Berufskolleg Fremdsprachen
Projekt: Rucksäcke für Grundschulkinder im Nordirak

05-07-2022-worldlab-101 Die Preisträger*innen der Sichelschule Balingen zusammen mit dem Laudator Staatssekretär Volker Schebesta (4. v. l.), Lehrkraft Anja Kilian (8. v. l.) und Maria Blenich (worldlab-Projektleitungsteam, 1. v. r.). Foto: Nino Strauch, www.ninostrauch.de

Fiasko Afghanistan. Vom Scheitern humanitärer Hilfe.

27.06.2022
Hybridveranstaltung am 15. Juli um 19:00 Uhr

Verzweifelte Menschen stürmten in der afghanischen Hauptstadt Kabul den Flughafen und hängten sich an startende Flugzeuge. Millionen Menschen sahen zu – und konnten doch nicht helfen. Inzwischen verlangen nicht minder dramatische Bilder aus der Ukraine nach unserer Aufmerksamkeit. Und auch dieses Mal fühlen wir uns wieder ziemlich hilflos. Warum ist das so? Welche Fehler haben wir in Afghanistan gemacht und machen sie offensichtlich immer wieder? In Syrien, im Irak, in Mali – und an vielen anderen, vergessenen, Orten.

Wie konnte es in Afghanistan zum Scheitern der von den USA geführten Militärintervention kommen und was ist für das Fiasko verantwortlich in einer Gesellschaft, die nun wieder um Jahrzehnte, wenn nicht gar Jahrhunderte zurückgeworfen scheint? Haben die Staaten, die sich in Afghanistan engagierten und die dem Land eine Demokratie nach westlichem Muster bringen wollten, nur strategisch versagt oder haben sie die afghanische Gesellschaft überhaupt nie verstanden?

Die so oft proklamierten Werte des Westens haben sich angesichts dieser Fragen jedenfalls nicht als stabile Grundlage für globales politisches Handeln erwiesen. Ist vor diesem Hintergrund nicht eine strikte Nichteinmischung der bessere Weg, um internationale Kriege und Konflikte einzudämmen? Oder lassen sich aus dem Scheitern der ausländischen Hilfe Lehren ziehen, die Hilfswillige nicht zur Hilflosigkeit verurteilen?

Darüber werden am die Journalisten Wolfgang Bauer und Emran Feroz im Saal Eins der Westspitze in Tübingen diskutieren. Als vielfach ausgezeichnete Reporter und Autoren (u. a. DIE ZEIT, STERN, TAZ, NEW YORK TIMES) halten sie sich regelmäßig in Afghanistan auf und kennen dort nicht nur die Millionenstadt Kabul, sie pflegen auch in den Provinzen des Landes zahlreiche Kontakte zu Menschen unterschiedlichster politischer und religiöser Überzeugung. Beide haben Islamwissenschaft studiert und wissen daher die gegenwärtigen Entwicklungen verlässlich einzuordnen. Die Diskussionsleitung liegt in den Händen von Uwe Bork, ehemaliger Leiter der Fernsehredaktion 'Religion, Kirche und Gesellschaft' des SWR.

 

Freitag, den 15. Juli von 19:00 – 20:30 Uhr

Tübingen, Saal Eins der Westspitze
Eisenbahnstraße 1, 72072 Tübingen 

Online über Zoom, Anmeldungslink folgt

Ehimetalor-akhere-unuabona-knbrakeg7rm-unsplash Foto: unsplash / Ehimetablor Akhere Unuabona

Neue Weltethos-Schule

26.06.2022
Am 15. Juni wurde das Gymnasium in den Filder Benden (GfB) zur Weltethos-Schule ausgezeichnet.

Die Schüler*innen am GfB erleben in besonderem Maße die Auseinandersetzung mit anderen Kulturen und Religionen: das gemeinsame Feiern religiöser Feste, z.B. beim Feiern von Advent und Zuckerfest; die selbstverständliche Achtung bei gemeinsamen Festen auf die Speisevorschriften, die Möglichkeit zur Einhaltung der Gebetszeiten im Raum der Stille, die Stolpersteinverlegung in Moers, das Miteinander mit den Schüler*innen der internationalen Klasse und Antirassismus-Projekte – all dies führte zu einer umfangreichen Bewerbung zur Weltethos Schule. Das Gymnasium in den Filder Benden ist damit die 20. Weltethos-Schule bundesweit und die dritte in Nordrhein-Westfalen. „Das ist für uns eine große Freude und auch Ehre“, erklärt Schuldirektor Arndt van Huet.

Vertreter aus Politik –Bürgermeister Christoph Fleischhauer, Landtagsabgeordneter Ibrahim Yetim, stellvertretender Landrat Günther Helbig, sowie Vertreter*innen der Kirchen und der christlich-jüdischen Gesellschaft waren beeindruckt vom Engagement der Schüler*innen. Sie betonten einhellig, dass Bildung auch für die moralische Entwicklung wichtig ist und lobten die Umsetzung von Werte- und Demokratiebildung am Filder Benden, besonders in der heutigen Zeit. 

Begleitet wurde die Auszeichnung zur Weltethos-Schule vom Jugendsinfonieorchester der Ukraine und von der Verleihung der „Ehrenhäkchen“ an GfB-Schüler*innen für ihr besonderes ehrenamtliches Engagement. Renate Amin, Freie Mitarbeiterin der Stiftung Weltethos, beglückwünschte in ihrer Ansprache Schuldirektor Arndt van Huet zu „seinen Schülerinnen und Schülern“ mit den Worten „Ihre Schule hat den Anzug Weltethos angezogen“.

Auszeichnung_Moers Foto: Gymnasium in den Filder Benden Moers
Ist es ratsam, jetzt noch am Pazifismus festzuhalten?

Der Krieg in der Ukraine hält weiter an. Und obwohl das Thema im öffentlichen Diskurs immer mehr schwindet, wollen wir uns in der neuen Folge #richtigbeef der grundlegenden Frage nach einer Kultur der Gewaltlosigkeit widmen. Für Dr. Markus Weingardt (Friedensforscher) ist es gerade in Krisenzeiten notwendig, am Pazifismus festzuhalten. Für Dr. Christopher Gohl (FDP) überwiegt die Notwendigkeit, verteidigungsfähig zu sein. Ein Streitgespräch über die Gratwanderung zwischen einem vermeintlich unrealistischen unbedingten Pazifismus und einer ‚Realpolitik‘ der Konfliktlösung durch Gewalt.
Hier geht's zur Folge: https://bit.ly/39SpZHz
 
Podcast-folgenvorschau-pazifismus

Wir sind auf dem Katholikentag

23.05.2022
Zu den Veranstaltungen

Donnerstag, 10.00-18.00, Kirche und Theologie Ausstellung - Weltreligionen – Weltfrieden – Weltethos

https://www.katholikentag.de/programm/suche#session/1020009101/V.TB1-003

 

Donnerstag, 16.30-18.00, Kirche und Theologie – Platz für alle?

https://www.katholikentag.de/programm/suche#session/1021598101/V.TB1-056

 

Freitag, 10.00-18.00, Kirche und Theologie Ausstellung – Weltreligionen – Weltfrieden – Weltethos

https://www.katholikentag.de/programm/suche#session/1021598101/V.TB1-056

 

Freitag, 16.30-18.00, Interreligiöse Begegnungen – Podium – Gesellschaft gemeinsam gestalten

https://www.katholikentag.de/programm/suche#session/1021054101/V.IRB-011

 

Samstag, 10.00-18.00, Kirche und Theologie Ausstellung - Weltreligionen – Weltfrieden – Weltethos

https://www.katholikentag.de/programm/suche#session/1020009103/V.TB1-003

 

Samstag, 11.00-12.30, Kirche und Theologie – Großes Podium – In welcher Welt wollen wir leben?

https://www.katholikentag.de/programm/suche#session/1020900101/V.TB1-081

 

Samstag, 11.00-12.30, Kirche und Theologie – Podium – Ist die Kirche noch zu retten?

https://www.katholikentag.de/programm/suche#session/1020716101/V.TB1-071

 

Samstag, 11.00-12.30, Junge Erwachsene – Barcamp – Entscheidungen, Entscheidungen

https://www.katholikentag.de/programm/suche#session/1021758101/V.JER-034

 

Samstag, 11.00-12.30, Christlich-islamischer Dialog – Podium – Wer hat das Sagen?

https://www.katholikentag.de/programm/suche#session/1021042101/V.CID-013

 

Katholikentag

    Die Welt ist in Unruhe – es ist genau jetzt an der Zeit, ein Zeichen zu setzen gegen Spaltung und für ein Miteinander in Vielfalt.

    Täglich erleben wir, wie Menschen gegeneinander ausgespielt werden. Spaltung greift weltweit um sich. Aber die drängenden Herausforderungen wie etwa Klimaschutz, Corona-Pandemie oder Diskriminierung lassen sich nur gemeinsam lösen.

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