Wir trauern um unseren Gründer und langjährigen Präsidenten

Prof. Dr. Dr. h.c. mult.

Hans Küng

Er ist am 6. April 2021 im Alter von 93 Jahren friedlich in seinem Haus in Tübingen eingeschlafen.

Mit dem Projekt Weltethos schuf Hans Küng die Grundlage für ein Bewusstsein grundlegender gemeinsamer Werte in allen Teilen der Gesellschaft sowie für ein friedliches und respektvolles Miteinander über die Grenzen der Religionen, Kulturen und Nationen hinweg. Ein Projekt, das in Zeiten einer global agierenden Politik und Wirtschaft, des Internets und zunehmend multikultureller Gesellschaften wichtiger ist denn je.

Mit Blick auf Hans Küngs Hoffnungsvision „To make the world a better place“ ist es für die Stiftung Weltethos eine Ehre, sein Lebensprojekt „Weltethos“ fortführen zu dürfen. Wir werden es in seinem Sinne bewahren, weitertragen und weiterentwickeln und wir verneigen uns in Dankbarkeit vor dessen großartigem Begründer.


Möchten Sie Ihrer Trauer Ausdruck verleihen?
Dann haben Sie dazu in unserem digitalen Kondolenzbuch die Möglichkeit: 
> Zum Kondolenzbuch


Hier finden Sie eine aktuelle Übersicht aus Nachrufen
und aktuellen Berichten zu Hans Küng:

> Zum Pressepiegel der Stiftung Weltethos

> Zur Presseschau des Weltethos-Instituts

Globales Wirtschaftsethos

Die Stiftung Weltethos veröffentlichte 2009 das Manifest „Globales Wirtschaftsethos - Konsequenzen für die Weltwirtschaft" (Global Economic Ethic - Consequences for Global Business). Darin werden zentrale Aspekte eines globalen Wirtschaftsethos skizziert.

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Das Weltethos-Institut

Das Weltethos-Institut an der Universität Tübingen: Zentrale Aufgabenbereiche des international agierenden Instituts sind Globalisierungsethik, Wirtschaftsethik und interkulturelles Lernen.

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    Wirtschaft

    In den letzten Jahren gab es in der Wirtschafts- und Finanzwelt zahlreiche Krisen und Skandale. Immer deutlicher zeigt sich in diesem Zusammenhang, dass die globale Wirtschaft eine ethische Rahmenordnung benötigt. Die Stiftung Weltethos engagiert sich deshalb, basierend auf der Weltethos-Idee, das Bewusstsein für einen ethischen Grundkonsens zu fördern. Dazu erarbeitete sie zusammen mit Wirtschaftsethikern und Unternehmern das Manifest „Globales Wirtschaftsethos – Konsequenzen für die Weltwirtschaft". Seit dessen Präsentation im UN-Hauptquartier New York im Jahr 2009 wurde das Manifest von einer beachtlichen Zahl namhafter Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Religion unterzeichnet.


    Ein weiterer Meilenstein im Hinblick auf die Stiftungsaktivitäten im Bereich Wirtschaft war im April 2012 die Eröffnung des Weltethos-Instituts (WEIT) an der Universität Tübingen. Seither wird der Schwerpunkt Wirtschaft überwiegend am Institut behandelt. Der Focus liegt dabei auf der Entwicklung praxistauglicher Konzepte zur Implementierung eines Globalen Wirtschaftsethos. Dazu führt das WEIT verschiedene Projekte mit Partnern aus der Praxis durch. So war das WEIT zum Beispiel von 2010 bis 2012 Mitveranstalter der „Mauracher Gespräche“ in Zusammenarbeit mit der Beraterfirma „Kirche und Wirtschaft“ (KiWi AG): In diesen wirtschaftsethischen Seminaren, die regelmäßig in Schloss Maurach am Bodensee stattfinden, werden Wege diskutiert, wie Verantwortungs- und Entscheidungsträger in Unternehmen für ethische Fragen sensibilisiert werden können und wie eine von Ethos geprägte Unternehmenskultur geschaffen werden kann.

    Auch in der etablierten Vortragsreihe Weltethos-Reden ist das Globale Wirtschaftsethos ein wichtiges Thema. So sprach Stephen K. Green, einer der international bedeutendsten Banker und Befürworter ethischer Leitlinien in der Wirtschaft Ende 2010 zum Thema „Globale Wirtschaft - Globale Ethik". In der insgesamt 9. Weltethos-Rede plädierte er für einen „ethischen Kapitalismus", der Verantwortung für die Beseitigung der weltweiten Armut und für die Bewältigung der ökologischen Probleme zu übernehmen habe.  

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