Wirtschaft und Ethik

Wirtschaftsethos: Eine Frage der Moral

Das Bild zeigt die Vorderseite eines Buches mit der Aufschrift „Hans Küng, Weltethos für Weltpolitik und Weltwirtschaft“ des Piper Verlags.

Seit Hans Küng 1990 das Projekt Weltethos begonnen hat, beschäftigt er sich mit dem Problem von Wirtschaft und Ethik – genauer des ethisch verantwortlichen Wirtschaftens als Voraussetzung für nachhaltigen Wohlstand, globale Gerechtigkeit und sozialen Frieden. Die Frage nach einem globalen Wirtschaftsethos, also nach der Notwendigkeit von verantwortungsvollem Denken und Handeln wirtschaftlicher Akteure weltweit, gehört deshalb von Beginn an zum Kern der Weltethos-Thematik. Wissenschaftliche Grundlage dafür sind die Überlegungen Hans Küngs in „Weltethos für Weltpolitik und Weltwirtschaft“ (1997) und „Anständig wirtschaften. Warum Ökonomie Moral braucht“ (2010) sowie das „Manifest Globales Wirtschaftsethos“, das 2010 unter Federführung der Stiftung Weltethos entstanden ist.

In diesem Kontext kamen auch erste Überlegungen auf, die Arbeit an diesem Thema institutionell zu verankern und mit Blick auf die Praxis weiterzuentwickeln. Auf Initiative des Unternehmers Karl Schlecht wurden diese vorangetrieben und konkretisiert, sodass schließlich 2011 das Weltethos-Institut als An-Institut der Universität Tübingen gegründet und 2012 eröffnet werden konnte. Es ist von der Stiftung Weltethos getragen und wird von der Karl Schlecht Stiftung finanziert.
Das Bild zeigt mehrere Menschen mit Namensschildern an einem Tisch mit Papieren ins Gespräch vertieft beim Humanistic Management Network am Weltethos-Institut.
Das Bild zeigt den Gründungsdirektor des Weltethos Insitut Prof. Claus Dierksmeier und seinen Nachfolger Prof. Ulrich Hemel, die sich lachend die Hand schütteln.

Mit einem breit angelegten Portfolio von Aktivitäten liegt der Fokus der Arbeit des Weltethos-Instituts auf Forschung, Lehre und Praxistransfer für Wirtschaft und Gesellschaft. Gründungsdirektor war Prof. Dr. Claus Dierksmeier, aktuell wird es von Prof. Dr. Ulrich Hemel geleitet. Die Arbeit des Instituts wird von einem Beirat mit Vertretern aus Stiftung Weltethos, Universität Tübingen und Karl Schlecht Stiftung begleitet.