Netzwerktreffen der Weltethos-Schulen
Alle zwei Jahre versammeln sich Vertreter/innen der Weltethos-Schulen, um sich gegenseitig auszutauschen und ihre Erfahrungen weiterzugeben.
Mit dem Titel Weltethos-Schule zeichnet die Stiftung Schulen aus, welche die Weltethos-Idee nicht nur in ihr Curriculum aufnehmen, sondern Wege finden, sie im Schulalltag zu verankern. So sollen die Weltethos-Werte von allen erfahren, erprobt und schließlich gelebt werden.
Viele Schulen haben ein Leitbild entwickelt sowie Regeln mit ihren Klassen aufgestellt, damit das Zusammenleben an der Schule gut gelingt. Für einen friedlichen Umgang miteinander – auch über die Schule hinaus – ist es unerlässlich, dass Kinder und Jugendliche Werte kennenlernen, die religions- und kulturübergreifend gültig sind. Zudem sollten in Schulen, wo verschiedene Religionen präsent sind, Prozesse interreligiösen Lernens angeregt und Formen interreligiöser Kommunikation erprobt werden.
Die Stiftung Weltethos steht Schulen mit Rat und Tat zur Seite, um diesen Anforderungen gerecht werden zu können. Seit ihrer Gründung 1995 arbeitet sie mit Schulen, Lehrkräften und Schulbehörden zusammen und hat dadurch entsprechende Kompetenzen in den Bereichen „Wertebildung“ und „interkulturelle und interreligiöse Bildung“ erworben.
Zur Relevanz der Weltethos-Schulen sagte im Sommer 2016 die Kultusministerin von Baden-Württemberg:

"Seit über 20 Jahren unterstützt die Stiftung Weltethos mit ihrer pädagogischen Arbeit Schulen. Sie informiert über Werte, die religions-, kultur- und nationenübergreifend gültig sind (das Weltethos) und bietet Unterstützung an, dies im Unterricht und im Schulleben zu vermitteln.
In unserer Gesellschaft treffen Menschen mit unterschiedlichen Lebensweisen und Religionen aufeinander. Für ein wertschätzendes schulisches und gesellschaftliches Miteinander und den Abbau von Vorurteilen ist es unerlässlich, dass Kinder und Jugendliche diese gemeinsamen Werte kennenlernen. Durch gegenseitige Achtung und Wertschätzung können Brücken gebaut werden.
Nicht nur im Religions- oder Ethikunterricht bietet es sich an, Formen interkultureller Kommunikation einzuüben und Prozesse interreligiösen Lernens anzuregen. Schülerinnen und Schüler sollten im Alltag ihr Denken und Handeln daran orientieren. Für Schulen ist es Aufgabe und Chance, die universellen Werte ins Bewusstsein zu rufen und im Schulalltag zu leben.
Die Stiftung Weltethos steht Schulen bei der Profilschärfung durch Werteerziehung und interreligiöse Bildung unterstützend zur Seite. Sie zeichnet Schulen als „Weltethos-Schulen“ aus, in denen eine herausragende werteorientierte Schulkultur praktiziert und gelebt wird.
Für alle am Schulleben Beteiligten – Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler, Eltern wie auch Kommunen – ist die wertevermittelnde Arbeit der Stiftung Weltethos ein Gewinn, da alle von einer solchen Schulkultur und ihrer Strahlkraft profitieren. Ich möchte die Verantwortlichen in den Schulen deshalb ermutigen, das Angebot „Weltethos-Schulen“ der Stiftung Weltethos aufzugreifen und zu nutzen.
Dr. Susanne Eisenmann
Ministerin für Kultus, Jugend und Sport
des Landes Baden-Württemberg"
An Ihrer Schule wird Wertorientierung und Wertebildung sowie die Entwicklung sozialer Kompetenz großgeschrieben? Sie finden Wege die Grundprinzipien der Weltethos-Idee –Menschlichkeit, Gewaltlosigkeit, Solidarität, Toleranz und Gleichberechtigung – im Schulalltag zu verankern und nach außen zu tragen? Sie legen an Ihrer Schule auf die unterschiedliche kulturelle und nationale Herkunft Ihrer Schüler/innen ein besonderes Augenmerk und nutzen diese für das voneinander und miteinander Lernen?
Dann bewerben Sie sich jetzt bei der Sitftung Weltethos um die Auszeichnung Weltethos-Schule.
Die Bewerbung
Bitte orientieren Sie sich bei der Bewerbung am Kriterienkatalog sowie im Besonderen am Infoblatt „Bewerbung zur Weltethos-Schule“ (s. pdf auf http://www.weltethos.org/weltethos-schulen/) mit unseren Fragen an Sie. Im Infoblatt finden Sie auch alle Details zum Ablauf des Bewerbungsprozesses.
Ihre Bewerbung richten Sie bitte schriftlich, gerne per Email, an die Stiftungsleitung Dr. Stephan Schlensog sowie an die Bereichsleitung Pädagogik Julia Willke M.A. (Kontaktdaten siehe Infoblatt).
Vorteile einer Weltethos-Schule
Die ersten beiden Weltethos-Schulen wurden im Mai 2013 von der Stiftung Weltethos ernannt: die Graf-Wilhelm-Schule und das Gymnasium in Steinhude bei Hannover. Nach intensiver Auseinandersetzung mit der Weltethos-Thematik hatten sich diese beiden Schulen als erste Schulen bundesweit erfolgreich bei der Stiftung um diese Auszeichnung beworben.
Als erste Grundschule wurde im Juli 2014 die Grundschule Ay in Senden bei Ulm als Weltethos-Schule ausgezeichnet. Seither konnte noch eine Reihe weiterer Schulen unterschiedlichster Schularten zu Weltethos-Schulen ernannt werden:
1. Graf-Wilhelm-Schule Steinhude (22. 5. 2013)
2. Grundschule Ay (16. 6. 2014)
3. Gesamtschule Niederzier/Merzenich (Sek.stufe I u. II) (5. 12. 2014)
4. Pestalozzi-Schule GWRS Stuttgart (20. 3. 2015)
5. Volksschule Lehen-2 Salzburg (30. 4. 2015)
6. Geschwister-Scholl-Gymnasium Taucha (22. 9. 2015)
7. Progymnasium Burladingen (12. 10. 2015)
8. Friedrich-Schiller-Realschule Böblingen (14. 10. 2015)
9. Zeppelin-Gymnasium Stuttgart (15. 10. 2015)
10. Sekundarschule Ahlen (16. 12. 2015)
11. Eduard-Spranger-Gymnasium Filderstadt (22. 07. 2016)
12. Albertville-Realschule Winnenden (23. 07. 2016)
13. UWC Robert Bosch College Freiburg (15. 11. 2016)
14. Städtisches Gymnasium Ahlen (31. 01. 2017)
15. Gymnasium Steigerwald-Landschulheim Wiesentheid (11.01.2018)
16. Lycée Athénée de Luxembourg, Luxemburg (18.04.2018)
Nähere Informationen über die Ernennungen und Aktivitäten dieser Schulen finden sie auf unserer Seite "weltethos-praktisch".