Pressemitteilungen

Hier finden Sie Pressemitteilungen zu einer Reihe von interessanten Veranstaltungen und besonderen Ereignissen der Stiftung Weltethos.

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02.08.2019

Erfolgsautorin Maja Nielsen erhält den Jugendbuchpreis FRIEDOLIN 2019 der Stiftung Weltethos für ihren Roman "Tatort Eden 1919"

Der Jugendbuchpreis FRIEDOLIN 2019 der Stiftung Weltethos geht an den Roman „Tatort Eden 1919“ der Schriftstellerin Maja Nielsen. Der mit 4.000 € dotierte Preis zeichnet deutschsprachige Jugendliteratur aus, die ethische oder interkulturelle Aspekte in besonderer Weise berücksichtigt und jugendliche Leserinnen und Leser für diese sensibilisiert. Am 22. Oktober 2019 um 11.30 Uhr wird Maja Nielsen den Preis persönlich entgegennehmen und aus ihrem Buch lesen. Die Verleihung findet im Rahmen der 39. Tübinger Kinder- und Jugendbuchwoche im Landestheater Tübingen (LTT) statt. Maja Nielsens erzählt zwei Geschichten in ihrem Jugendroman, die am Ende des Buches zusammengeführt werden: Das Berlin um 1919 und das Berlin der Gegenwart. Der Politkrimi beginnt im Jahr 2015 als der 17-jährige Biko in der Hauptstadt ankommt, um an einer berühmten Artistenschule seine Ausbildung anzufangen. Ein alter Koffer im Fundus der Artistenschule versetzt ihn fast 100 Jahre zurück in eine bewegte Zeit Berlins - die Zeit nach dem Ersten Weltkrieg, die Zeit der Novemberrevolution mit dem Mord an Rosa Luxemburg. Doch auch in der Metropole von heute wird Biko mit großen gesellschaftspolitischen Fragestellungen konfrontiert. Als Sohn eines Ghanaers erfährt er dort am eigenen Leib, wie nah in diesen Zeiten Anfeindung und herzliche Anteilnahme für Menschen mit Fluchterfahrung beieinander liegen können. Nach Meinung der Jury überzeugt „Tatort Eden 1919“ wegen seines entschiedenen Plädoyers für die Weltethos-Werte Menschlichkeit, Gegenseitigkeit, Solidarität und Wahrhaftigkeit. Darüber hinaus regt der Jugendroman zur Diskussion aktueller ethischer Fragestellungen an. Bild: Gerstenberg Verlag Der Autorin gelingt es, junge Leserinnen und Leser in ihrer heutige Lebenswelt abzuholen und durch die spannende Erzählung der zwei Handlungsstränge in die Vergangenheit mitzunehmen. Damit schlägt sie eine Brücke zwischen der häufig im Unterricht und in der Literatur weniger beachteten revolutionären Situation in Berlin 1918/1919 mit aktuellen Fragestellungen zum Umgang mit geflüchteten Menschen und Fremdenfeindlichkeit. Durch die lebendige, anschauliche und fesselnde Schreibweise werden Jugendliche inspiriert, sich weiter mit dem Beginn der Demokratie in Deutschland auseinander zu setzen. Ferner gewinnen sie einen neuen Blick auf das Thema Flucht und Critical Whiteness. Maja Nielsen, 1964 in Hamburg geboren, absolvierte ihr Schauspielstudium an der Hamburger Hochschule für Musik und Darstellende Kunst. Später übernahm sie Theaterengagements in Hamburg, München, Stuttgart, Tübingen und Kassel. 1998 begann Maja Nielsen als Autorin für den Hörfunk zu arbeiten und veröffentlichte ihre ersten Kinderbücher. Seit 2006 konzentriert sie sich auf die von ihr geschaffene Kindersachbuchreihe „Abenteuer!“. Maja Nielsen hat zwei Söhne und lebt mit ihrer Familie in Rosbach von der Höhe, in der Nähe von Frankfurt am Main. Der Jugendbuchpreis FRIEDOLIN wird finanziert von Dr. Nicola Leibinger-Kammüller mit Unterstützung der Josef Wund Stiftung GmbH. Für weitere Rückfragen steht Ihnen die Presse- und Öffentlichkeitsbeauftrage, Frau Nadja Dornis, zur Verfügung. Weitere Informationen: Maja Nielsen: www.majanielsen.com
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27.06.2019

Jugendliche an beruflichen Schulen gestalten gesellschaftlichen Zusammenhalt in Baden-Württemberg: Beste Schülerprojekte im Projekt World LAB ausgezeichnet

Zum dritten Mal in Folge wurden heute (27.Juni 2019) die zwei besten Schülerprojekte im „World LAB – Interkulturelles Werteprojekt“ ausgezeichnet. Rund 80 Schülerinnen und Schüler der Siegerschulen reisten zur feierlichen Prämierungsveranstaltung in die Stuttgarter L-Bank, um ihren Geldpreis in Höhe von 300 Euro persönlich entgegen zu nehmen. Die regulären und zugewanderten Schülerinnen und Schüler der John-F.-Kennedy- Schule Esslingen überzeugten die Jury mit der mehrtägigen Durchführung eines internationalen Schüler-Cafés in Verbindung mit ihrer Ausstellung „Heimat“. Die Gemeinschaft von zugewanderten Schülerinnen der Bertha-Benz-Schule Sigmaringen und Schülerinnen der Heimschule Kloster Wald wurde für ihr Puzzle-Kunstwerk „Our One World“ ausgezeichnet. Die Zusammenarbeit der Schülerinnen und Schüler in ihren Projekten erfolgt im World LAB auf Basis der gemeinsam entwickelten Werte, wie beispielsweise Gerechtigkeit, Hilfsbereitschaft, Ehrlichkeit, Freiheit und Respekt. Im vergangenen Schuljahr haben über 300 geflüchtete und reguläre Schülerinnen und Schüler mit 39 Nationen und 45 verschiedenen Sprachen an sieben beruflichen Schulen im Land Baden-Württemberg das Projekt durchlaufen. Das World LAB ist eine Kooperation der Stiftung Weltethos und des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg und wird von der Robert Bosch Stiftung GmbH gefördert. Es ist Teil des Impulsprogramms für gesellschaftlichen Zusammenhalt des Landes Baden-Württemberg und kann kostenlos von Schulen in Baden-Württemberg gebucht werden. Das World LAB ist eine strukturierte und abwechslungsreiche Workshopserie im Großgruppenformat, in der sich seit dem Schuljahr 2016/2017 Schüler*innen unterschiedlicher kultureller Herkunft an Schulen in Baden-Württemberg auf Augenhöhe begegnen, ihre gemeinsamen Werte des Miteinanders erarbeiten und im Rahmen eines Schülerprojekts konkret anwenden. Auf diese Weise vertiefen Sie ihre Demokratiefähigkeiten sowie ihre interkulturellen Kompetenzen und lernen ihr Lebensumfeld gemeinsam (mit) zu gestalten.
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20.07.2018

Erfolgsautor Rafik Schami erhält den Jugendbuchpreis FRIEDOLIN 2018

Der Jugendbuchpreis FRIEDOLIN 2018 der Stiftung Weltethos geht an den Roman „Sami und der Wunsch nach Freiheit“ des syrischen Schriftstellers Rafik Schami. Der mit 4.000 € dotierte Preis zeichnet Jugendliteratur aus, die ethische oder interkulturelle Aspekte in besonderer Weise berücksichtigt und jugendliche Leserinnen und Leser für diese sensibilisiert. Rafik Schamis Jugendroman erzählt Geschichten und Anekdoten der beiden Jungen Sami und Scharif und ihrem abenteuerlichen Leben in den Gassen von Damaskus. Der Wunsch nach Freiheit unter der syrischen Diktatur und der Aufstand im Zuge des Arabischen Frühlings prägen die Geschichte und das Schicksal der beiden Freunde. Nach Meinung der Jury gelingt dem Autor beispielhaft die Thematisierung von Gerechtigkeit, Mut und dem Leben in der Unterdrückung. Damaskus, dem Ort der Handlung, kommt eine besondere Bedeutung als Schauplatz für das Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen zu und als Symbol für Krieg und Vertreibung. Einfühlsam beschreibt Rafik Schami den Kontrast zwischen Arm und Reich in dieser riesigen Metropole und die Mentalität ihrer Bewohner. Sein Umgang mit dem Thema Flucht ist sensibel, humorvoll, frei von Moralisieren und bringt Einblicke jenseits aktueller politischen Diskussionen, die sich oft nur um die Begrenzung der Flüchtlingszahlen in Europa drehen. Rafik Schami wurde 1946 in Damaskus geboren. 1971 floh er nach Deutschland, seit 1982 ist er freier Schriftsteller und lebt heute in Marnheim in der Pfalz. Er ist der bekannteste, am häufigsten übersetzte Schriftsteller Syriens, für seine Werke wurden ihm zahlreiche Preise verliehen. Zeit seines Lebens hat sich der Autor als Kulturvermittler zwischen europäischen und arabischen Kulturen verstanden. Gerade seinen jugendliterarischen Werken kommt in diesem Zusammenhang eine besondere Bedeutung zu. Am 23. Oktober 2018 um 11.00 Uhr wird Rafik Schami den Preis persönlich entgegennehmen, anschließend liest er aus seinem Buch; die Verleihung findet im Rahmen der 38. Tübinger Kinder- und Jugendbuchwoche im Landestheater Tübingen (LTT) statt.
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12.07.2018

Interkulturelle Begegnung mit geflüchteten Jugendlichen: Beste Schülerprojekte an beruflichen Schulen (in Baden-Württemberg) ausgezeichnet

Stuttgart, 12. Juli 2018 – Im Rahmen des Projekts „World LAB – Interkulturelles Werteprojekt an beruflichen Schulen“ wurden heute in der Landeskreditbank Baden-Württemberg - Förderbank (L-Bank) in Stuttgart die zwei besten Schülerprojekte des vergangenen Schuljahres mit einem Geldpreis ausgezeichnet. Im World LAB entwickeln geflüchtete Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit Jugendlichen aus den Regelklassen Ideen, um die interkulturelle Begegnung im Schulalltag zu fördern. Die Schülerinnen und Schüler der Ferdinand-von-Steinbeis-Schule in Tuttlingen überzeugten durch Kreativität und handwerkliches Geschick bei der Herstellung und Gestaltung von Longboards. Die Wilhelm-Röpke-Schule in Ettlingen wurde für die Konstruktion und Bepflanzung von Hochbeeten und ihren Beitrag zum Schutz und Erhalt des Lebensraums von Bienen ausgezeichnet. Das Projekt World LAB ist eine Kooperation der Stiftung Weltethos und des Ministeriums für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg und wird von der Robert Bosch Stiftung GmbH und der Engagement Global gGmbH gefördert. Seit dem Schuljahr 2016/17 wird an beruflichen Schulen in Baden-Württemberg das World LAB durchgeführt. Es handelt sich um eine strukturierte und abwechslungsreiche Workshopserie im Großgruppenformat, in der Schülerinnen und Schüler aus Klassen mit geflüchteten Jugendlichen und aus Regelklassen (beispielsweise Berufskolleg oder Berufsfachschule) sich auf Augenhöhe begegnen, Werte des Miteinanders erarbeiten und diese in berufsbezogenen Projekten konkret anwenden. Der Austausch der Schülerinnen und Schüler wird durch eine spezielle Übungssammlung vertieft, die außerhalb der Workshops im Unterricht angewendet werden kann. Das World LAB ist auf mehrere Monate angelegt und schließt mit einem Abschlussworkshop und der Prämierung der besten Schülerprojekte am Ende des Schuljahres ab. Ziel des World LAB ist die Vertiefung der Demokratiefähigkeit, der interkulturellen Kompetenz und der Schaffung einer gemeinsamen Basis für ein friedliches und konstruktives Miteinander. In den Schuljahren 2016/2017 sowie 2017/2018 wurde das Konzept entwickelt und als Pilot an 11 beruflichen Schulen in Baden-Württemberg durchgeführt. In diesem Zeitraum durchliefen 460 Schüler/-innen sowie über 40 Lehrkräfte das Programm. Unter den Teilnehmenden waren Menschen aus 34 Nationen mit 47 Sprachen vertreten. Das Projekt wird von den Schülerinnen und Schülern sehr gut angenommen. Viele sind von den Gemeinsamkeiten und der guten Zusammenarbeit überrascht. Mit Aussagen wie „Die Wand zwischen uns ist weg!“ (Schülerin einer Berufskollegsklasse), „Ich hätte nicht gedacht, dass wir gemeinsame Werte finden können“ (Schüler eines Vorqualifizierungsjahres Arbeit / Beruf) und „Ich bin seit 2 Jahren in Deutschland und sitze zum ersten Mal mit Deutschen in meinem Alter zusammen“ (Schüler einer VABO-Klasse aus Afghanistan) bestätigen alle Beteiligten, auf dem richtigen Weg zu sein.
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08.06.2018

Neuer Direktor für das Weltethos-Institut Tübingen

Der Direktor des Weltethos-Instituts Tübingen, Prof. Dr. Claus Dierksmeier, über- nimmt einen eigenen Lehrstuhl im Institut für Politikwissenschaft der Universität Tübingen. Als Nachfolger für seine Stelle konnte Prof. Dr. Ulrich Hemel gewon- nen werden. Der Unternehmer, Theologe und Aktivist für eine globale Zivil- gesellschaft ergänzt ab 1. Juni 2018 das Führungsteam des international agie- renden Forschungs- und Lehrinstituts an der Universität Tübingen. Prof. Dierksmeier, der als Professor für Globalisierungs- und Wirtschaftsethik unter anderem mit seinem Buch „Qualitative Freiheit – Selbstbestimmung in welt- bürgerlicher Verantwortung“ auf große Anerkennung in der Fachwelt stieß, wird seine erfolgreiche, international vernetzte Forschungsarbeit am Institut für Politik- wissenschaften fortsetzen. In den sechs Jahren des Bestehens der Einrichtung ist es Claus Dierksmeier gelungen, das Weltethos-Institut als feste Größe im Dialog mit der Wirtschaft, aber auch in der Forschungslandschaft zu etablieren. Mit sei- nem Nachfolger teilt Dierksmeier nicht nur die Mitgliedschaft in der Europäischen Akademie der Wissenschaften und Künste, sondern Übereinstimmung in den aka- demischen Schwerpunkten: Sozial- und Wirtschaftswissenschaften, Theologie und Philosophie. „Die Fragen der Zeit philosophisch zu beleuchten und zu erhellen, das gehört zu den schönsten Aufgaben, die ich mir vorstellen kann“, so Ulrich Hemel, der als Unternehmensberater unter anderem für die Boston Consulting Group tätig war und der 2003 vom Bundesverband Deutscher Unternehmensberater zum „Mana- ger des Jahres“ erwählt wurde. Der Gründer des Instituts für Sozialstrategie ist seit 2017 Ethik-Beauftragter des World Economic Council sowie Präsident des Bundes Katholischer Unternehmer. Darüber hinaus ist Prof. Hemel, mitunter als Vorsitzen- der, in unterschiedlichen Vorständen und Beiräten mittelständischer Unternehmen der Industrie und Sozialwirtschaft tätig. Mit dem Team des Weltethos-Instituts wird Hemel die Arbeit fortführen, die Weltethos-Werte nach Professor Hans Küng für die Wirtschaft weiterzuentwickeln und in der Praxis wirksam zu machen.
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09.05.2018

Ernst Prost und Liqui Moly fördern die Stiftung Weltethos

Ernst Prost und Liqui Moly fördern die Stiftung Weltethos „Was soll ich mit dem vielen Geld?“ hat Ernst Prost, Chef von Liqui Moly und Gründer der nach ihm benannten gemeinnützigen Stiftung, kürzlich in einem Zeitungsinterview gefragt. Der Verkauf seiner Unternehmensanteile an die Reinhold Würth Gruppe hatte ihm einen hohen Millionenerlös gebracht. Ernst Prost wollte das Geld jedoch nicht für sich selbst nutzen, sondern hat es in eine seiner Stiftungen eingebracht, die er schon vor sieben Jahren „zur Unterstützung unverschuldet in Not geratener Menschen” gegründet hatte. Er hat sich nun zudem entschlossen, die Stiftung Weltethos zu fördern. Dem Präsidenten der Stiftung, Eberhard Stilz, hat er jährlich je 50.000 EUR von seiner Stiftung und 50.000 EUR vom Unternehmen Liqui Moly zugesagt, zunächst fest für drei Jahre. Die Motivation für diese großzügige Unterstützung hat Ernst Prost so zusammen¬gefasst: „Sie machen einen guten und einen notwendigen Job in dieser verrückten Welt. Manches Leid, das uns Menschen trifft, haben wir wohl unserem Schicksal ‚zu verdanken’: Krankheiten, Behinderung, Not und Tod. ... Mit unserer Stiftung arbeiten wir daran, dieses Leid von Menschen zu lindern. Es gibt aber auch von Menschen gemachtes Leid: Kriege, Vertreibung, Rassismus, Hass und fehlende Nächstenliebe. An dieser Stelle greifen Sie mit Ihrer Stiftung Weltethos an. Ja, viel Leid in dieser Welt würde für Mensch und Tier erst gar nicht entstehen, würden sich alle Menschen auch wie Menschen verhalten: Frieden, Respekt, Nächstenliebe, Toleranz und Hilfsbereitschaft.” Vorstand und Kuratorium der Stiftung Weltethos haben ihre große Freude über diese unverhoffte Zuwendung zum Ausdruck gebracht; sie heißen Herrn Prost und seine Stiftung im Kreis der namhaften Unterstützer ihrer Arbeit herzlich willkommen. „Unsere Arbeit ist gerade in Zeiten weltweiter Verunsicherung und Migration gefragt wie nie”, so Eberhard Stilz, „die großzügige Zuwendung hilft uns enorm dabei, unsere Aufgabe noch effizienter angehen zu können.” Der Vorstand der Stiftung Weltethos hat deshalb auch beschlossen, Herrn Prost in das Kuratorium der Stiftung aufzunehmen.
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15.12.2017

Baden-Württemberg und Stiftung Weltethos starten Projekt "Lokale Räte der Religionen"

Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha und Eberhard Stilz, Präsident der Stiftung Weltethos, haben am Freitag (15. Dezember) den Startschuss für das gemeinsame Projekt „Lokale Räte der Religionen“ gegeben. Ziel ist es, die baden-württembergischen Kommunen dabei zu unterstützen, eigene Räte der Religionen auf lokaler Ebene aufzubauen.
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03.08.2017

Jugendbuchpreis FRIEDOLIN 2017 der Stiftung Weltethos für den Roman „Nichts ist okay!“ des Autorenduos Jason Reynolds & Brendan Kiely

Der Jugendbuchpreis FRIEDOLIN 2017 der Stiftung Weltethos geht an den Roman "Nichts ist okay! Zwei Seiten einer Geschichte" der beiden US-amerikanischen Autoren Jason Reynolds und Brendan Kiely. Der mit 4000 € dotierte Jugendbuchpreis FRIEDOLIN wird nach seiner Einführung 2015 nun zum dritten Mal vergeben. Er zeichnet Jugendliteratur aus, die auf vorbildliche Weise ethische oder interkulturelle Fragen thematisiert und jugendliche Leserinnen und Leser für diese sensibilisiert. Damit unterstützt der Jugendbuchpreis das Engagement der Stiftung Weltethos für gemeinsame Werte, Fairness, Toleranz und Frieden. Der Roman „Nichts ist okay! Zwei Seiten einer Geschichte“ erzählt eine brisante Geschichte aus zwei Perspektiven: Zum einen aus der unmittelbaren Erfahrung des Jugendlichen Rashad, der schwarzer Hautfarbe ist. Ihm wird irrtümlich Diebstahl vorgeworfen; deswegen wird er noch am Tatort von einem Polizisten niedergeprügelt. Zum anderen aus der Sicht des weißen Jugendlichen Quinn Collins, der ein Mitschüler Rashads ist und den Vorfall beobachtet hat; seine Familie ist zudem mit dem Polizisten befreundet. Der Roman ist ein eindrückliches Plädoyer für Wahrhaftigkeit, Fairness, Respekt und nicht zuletzt für Solidarität – Solidarität mit all jenen, die aufgrund ihrer Hautfarbe zu Unrecht drangsaliert und diskriminiert oder gar zu Opfern willkürlichen und rassistisch motivierten Gewalthandelns werden. Eine Botschaft des Buches lautet: Gesellschaftliche Verantwortung wird konkret im Einstehen für Bedrängte und Benachteiligte, im Aufstehen gegen jegliche Form von Rassismus und im Bewusstsein für ein Kulturen und Ethnien übergreifendes Wir. Genau diese moralischen Akzente würdigt die Stiftung Weltethos mit ihrer Auszeichnung des Preisträgerbuches 2017. Die diesjährige Ausschreibung des Jugendbuchpreises der Stiftung Weltethos für inter­kulturelle und interreligiöse Forschung, Bildung und Begegnung in Tübingen war, wie bereits im Vorjahr, auf großes Interesse bei den deutschsprachigen Jugendbuchverlagen gestoßen. Aus rund 50 Einsendungen entschied sich die achtköpfige Jury sich für den Roman von Jason Reynolds und Brendon Kiely, der durch seine Handlung, sein Strickmuster und durch seine Sprache zu überzeugen weiß. Erschienen ist der Roman beim dtv-Verlag, München, in der „Reihe Hanser“. Er wurde aus dem Englischen übersetzt von Klaus Fritz und Anja Hansen-Schmidt. Die offizielle Verleihung des Jugendbuchpreise FRIEDOLIN 2017 findet am 23. Oktober 2017 um 11.00 Uhr im Landestheater Tübingen (LTT) im Rahmen der 37. Tübinger Kinder- und Jugendbuchwoche statt.
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29.05.2017

Friedolin 2017 - Ausschreibung des Weltethos-Jugendbuchpreises

Zum dritten Mal schon lobt die Stiftung Weltethos ihren Jugendbuchpreis aus. Ausgezeichnet wird ein Buch, das sich an Jugendliche zwischen 12 und 16 Jahren richtet und in besonderer Weise wesentliche Aspekte der Weltethos-Idee thematisiert. Nominiert und prämiert werden können ausschließlich Titel, die im Zeitraum 1.5.2016 bis 30.4.2017 erstmalig in deutscher Sprache erschienen sind und von lebenden Autorinnen bzw. Autoren stammen. Neben sprachlichen und literarischen Gesichtspunkten sind inhaltliche Kriterien für die Bewertung ausschlaggebend. Im Blickpunkt sind dabei Handlungen, die beispielsweise eine interkulturelle oder interreligiöse Begegnung, Verständigung oder eine friedliche Regelung von Spannungen oder Konflikten zwischen verschiedenen Kulturen oder Religionen in besonderer Weise beschreiben. Auch Aspekte wie Aufrichtigkeit, Fairness und Mut können ein Jugendbuch für den Preis qualifizieren. Die beiden letztjährigen Titel, die diese Auszeichnung erhielten, waren „Sommer unter schwarzen Flügeln“, von Peer Martin (2015) sowie „Halbe Helden“, von Erin Jade Lange (2016). Die Auszeichnung ist mit 4.000 EUR dotiert und wurde bundesweit ausgeschrieben. Die Übergabe des Preises erfolgt im Rahmen der 37. Tübinger Kinder- und Jugendbuchwoche in Kooperation mit deren organisatorischen Trägern.
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10.03.2017

12. Weltethos-Rede mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann

Die Eberhard Karls Universität Tübingen und die Stiftung Weltethos laden herzlich ein zur 12. Weltethos-Rede „Zusammenhalt in Zeiten des Umbruchs" mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann am Freitag, 17. Februar 2017, um 18.15 Uhr im Festsaal der Neuen Aula, Eberhard Karls Universität Tübingen, Geschwister-Scholl-Platz, 72074 Tübingen. Im Anschluss an die Rede führt Ministerpräsident Winfried Kretschmann einen Dialog mit dem Präsidenten der Stiftung Weltethos Eberhard Stilz.
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09.03.2016

Anders ist auch gut - Zweiter Stuttgarter Toleranzgipfel

Am 17. März 2016 findet unter Federführung von Stiftung Weltethos, Stiphtung Christoph Sonntag sowie Gips-Schüle-Stiftung der 2. Stuttgarter Toleranzgipfel im Hospitalhof Stuttgart statt. Im Mittelpunkt dieses zweiten Toleranzgipfels stehen die Schwierigkeiten und Chancen des Zusammenlebens von Menschen unterschiedlicher kultureller Herkunft und religiöser Prägung.  In Vorträgen und thematischen Foren werden ab 14.30 Uhr unterschiedliche Aspekte des Zusammenlebens und die Bedingungen für ein gelingendes Miteinander in einer kulturell und religiös vielfältigen Gesellschaft beleuchtet. Was ist Willkommenskultur, wie sieht praktizierte Toleranz aus und was führt zu gelingender Integration? Hauptredner sind Christian Wulff, Bundespräsident a.D. und Prof. Dr. Rainer Forst von der Universität Frankfurt a.M.  Am Abend gibt es ab 19.30 Uhr ein anderes Willkommen auf humorvolle und komödiantische Weise.  Mit von der Partie: der Comedian und Integrationsbeauftragte der Berliner Polizei Murat Topal,  der Shooting-Star der Comedy-Szene Enissa Amani,  die frisch mit dem Ehrenpreis des Bayerischen Kabarettpreises gekrönte Top-Kabarettistin Lisa Fitz und der Mitinitiator und SWR Kabarett-Comedian Christoph Sonntag.  Neben weiteren Talkgästen wird der Toleranzgipfel musikalisch bereichert durch den Sänger, Musiker und Songwriter Hartmut Engler (Pur).  In dem von Martina Meisenberg moderierten rund 90minütigen Abendprogramm geht es um Bissiges und Alltägliches, Freches, Nachdenkliches, Überraschendes und Verbindendes.  Der Zweite Stuttgarter Toleranzgipfel wird finanziell gefördert von der  Bürgerstiftung Stuttgart, der Robert Bosch Stiftung, der Vector-Stiftung, der Caritas-Stiftung Stuttgart sowie den WGV-Versicherungen. Informationen zum Gesamtprogramm und Ticketverkauf des Stuttgarter Toleranzgipfels finden Sie auf www.toleranzgipfel.de.
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26.11.2015

Heribert Prantl spricht – Festvortrag beim Jubiläum der Stiftung Weltethos

Mit einem kleinen Festakt unter dem Motto „Werte der Zukunft – Zukunft der Werte“ beschließt die Stiftung Weltethos ihre Jubiläums-Wochen anlässlich ihres 20jährigen Bestehens. Am Mittwoch, dem 2.Dezember 2015, wird als Gastredner Prof. Dr. Heribert Prantl zum Thema „Einigkeit, Respekt und Freiheit. Bürgertugenden in einem Integrationsland“  sprechen. Prantl ist leitender Redakteur und politischer Leitartikler, Chef der innenpolitischen Redaktion und Mitglied der Chefredaktion der Süddeutschen Zeitung sowie Autor zahlreicher politischer Bücher. Zuletzt erschienen von ihm „Kindheit. Erste Heimat“ (2015) und die Streitschrift „Im Namen der Menschlichkeit. Rettet die Flüchtlinge“ (2014). Heribert Prantl lehrt als Honorarprofessor an der juristischen Fakultät der Universität Bielefeld. Er studierte an den Universitäten Regensburg und Tübingen Rechtswissenschaften, Geschichte und Philosophie und promovierte über Urheber- und Wettbewerbsrecht. Seine Dissertation wurde mit dem Wissenschaftspreis der Universität Regensburg und des Hauses Thurn und Taxis ausgezeichnet. Zu den ihm verliehenen Auszeichnungen zählen unter anderem der Geschwister-Scholl-Preis, der Tucholsky-Preis, der Preis des Deutschen Anwaltsvereins, der Rhetorik-Preis der Universität Tübingen und der Brüder-Grimm-Preis der Universität Marburg, der Publizistikpreis der Stadt München und der Hildegard-Hamm-Brücher-Preis. Musikalisch umrahmt wird die Feier von der FUSION Band der Musikschule Tübingen unter der Leitung von Axel Kühn. Neben dem Generalsekretär der Stiftung Weltethos, Dr. Stephan Schlensog werden auch ihr Präsident Eberhard Stilz sowie die Journalistin Susanne Offenbach mit Rede- und Interviewbeiträgen an der Veranstaltung mitwirken. Der Festakt beginnt um 19.30 Uhr im Hörsaal 25, Kupferbau der Universität Tübingen. Der Eintritt ist frei, Einlass ab 18.45 Uhr.
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17.11.2015

Poetry-Slam "MenschSein"

Die Stiftung Weltethos lädt zu ihrem 20-jährigen Jubiläum die Poeten der Region ein, zum Philosphieren, Träumen und Visionieren über das MenschSein in unserer Welt. Mit von der Partie sind bekannte Größen aus der Szene, wie Sulaiman Masomi (Landesmeister NRW 2013), Yasmin Hafedh (Österreichische Meisterin 2013) und Faten El-Dabbas (I-Slam). Ort: Löwen-Kino Tübingen. Einlass: 19:15 Uhr. Beginn: 20:00 Uhr. Karten im Vorverkauf beim Zimmertheater. Preis: 9 Euro, ermäßigt 7 Euro.
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22.09.2015

Jugendbuchpreis FRIEDOLIN 2015 der Stiftung Weltethos für Peer Martin

Prämiert wird der Debütroman „Sommer unter schwarzen Flügeln“. Aus Anlass ihres 20jährigen Bestehens hat die Tübinger Stiftung Weltethos, die sich für gemeinsame Werte, Toleranz und Frieden engagiert, den mit 4000 EUR dotierten Jugendbuchpreis „FRIEDOLIN“ ausgeschrieben. Der Preis zeichnet deutschsprachige Jugendliteratur aus, die auf beispielhafte Weise aktuelle ethische und interkulturelle Fragen thematisiert und jugendliche Leserinnen und Leser dafür sensibilisiert. Mit über 70 Bewerbungen war die Ausschreibung des „FRIEDOLIN 2015“ auf enormes Interesse gestoßen. Die siebenköpfige Jury hat sich aus der Reihe von fünf als preiswürdig befundenen Büchern schließlich für die spannungsreiche und von Peer Martin einfühlsam und fesselnd erzählte Geschichte eines syrischen Flüchtlingsmädchens und eines rechtsradikalen Jugendlichen entschieden. Die Jury würdigt, dass es Peer Martin gelingt, in hervorragender Weise Themen wie Flucht, Gewalt, Ausländerfeindlichkeit, jugendlicher Rechtsextremismus, soziale Brennpunkte und das Kriegsgeschehen in Syrien miteinander zu verbinden – und dies in poetischer Sprache so-wie zum Nachdenken anregend: „Peer Martin hat einen spannenden Roman über ein hochaktuelles Thema geschrieben. Es ist ein Roman über die Kraft der Liebe, die den blinden Fremdenhass überwinden kann. Und zugleich ist es eine Hymne auf das Erzählen, durch das sich Menschen, so unterschiedlich sie auch sein mögen, unweigerlich miteinander verstricken: Redet miteinander und hört euch zu! Das ist die Botschaft dieses mitreißenden und preiswürdigen Romans, der Ängste zulässt und doch Hoffnung weckt.“ Erschienen ist der Erstlingsroman von Peer Martin, der mit seiner Familie in Kanada lebt, im Friedrich Oetinger Verlag, Hamburg. Die Verleihung des FRIEDOLIN 2015 findet am 28.10.2015 um 18.00 Uhr im Landestheater Tübingen im Rahmen der Kinder- und Jugendbuchwochen sowie der Weltethos-Wochen statt. Weitere Informationen unter www.weltethos.org.
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05.02.2015

Einander begegnet - Interreligiöse Woche erstmals in Tübingen

Muslime und Sikhs, Christen und Baha’i, ein jüdischer Vertreter und Mitglieder des buddhistisch geprägten Zen-Dojo: 50 Personen aus Religionsgemeinschaften in Tübingen kamen am Montag zu einem Begegnungsabend im Weltethos-Institut zusammen. Erstmals wurde damit auch in Tübingen die „World Interfaith Harmony Week“ begangen, eine weltweite Woche des Interreligiösen Dialogs, die 2010 von der UNO eingeführt wurde.  „Wir alle sind Teil des Lebens in unserer Stadt, aber nehmen einander oft wenig wahr und wissen nicht viel voneinander“, betonte Dr. Günther Gebhardt, Bereichsleiter für Interreligiösen Dialog der Stiftung Weltethos, die zu diesem Abend eingeladen hatte. Bei der einleitenden Vorstellung der anwesenden Religionsgruppen erwähnte Dekanin Elisabeth Hege dankbar die gute Zusammenarbeit der Evangelischen Kirche mit jüdischen Partnern. Überhaupt scheinen Konflikte zwischen Religionen in Tübingen erfreulicherweise nicht vorzukommen. Damit dies so bleibt, ist nach Überzeugung vieler Teilnehmender nicht nur grundlegende Information über die Inhalte der Religionen hilfreich, sondern vor allem die Begegnung von Mensch zu Mensch nötig. An religiös gemischten Tischen kamen die Teilnehmenden schnell ins Gespräch über ihre jeweils eigene Religion und über ihre Vorstellungen von den Beziehungen der Religionen in Tübingen. Von vielen Seiten kam der Wunsch auf, solche Begegnungen weiterzuführen. Er wurde von den Organisatoren gerne aufgenommen. „Angesichts des Lärms der Extremisten in allen Religionen will die Stiftung Weltethos der riesigen Mehrheit der stillen dialogfreudigen Menschen in den Religionen eine Stimme verleihen“, äusserte Günther Gebhardt in seinem Schlusswort am Ende eines bereichernden und ermutigenden Abends.
Dr. Stephan Schlensog überreicht die Urkunde an den Schulleiter Hermann-Josef Gerhards
16.12.2014

Erste Schule in NRW zur Weltethos-Schule ausgezeichnet - Kulturübergreifende Werte als Grundlage für ein gutes Schulklima

Als erste Schule in Nordrhein-Westfalen erhielt die Gesamtschule Niederzier/Merzenich (Sekundarstufen I und II) den Titel „Weltethos-Schule“ und ist damit nun Teil eines Netzwerks aus bisher vier Weltethos-Schulen deutschlandweit. Mit großem Engagement hat die Schule zahlreiche Projekte zur interreligiösen und interkulturellen Wertevermittlung realisiert und sorgt damit für ein tolerantes und rücksichtsvolles Miteinander aller am Schulleben Beteiligten. Mit dem Titel „Weltethos-Schule“ zeichnet die Stiftung Weltethos Schulen aus, welche die Weltethos-Idee nicht nur in ihren Lehrplan aufnehmen, sondern vor allem auch Wege finden, sie im Schulalltag zu leben. Am 15. Dezember 2014 wurde die Gesamtschule Niederzier/Merzenich offiziell ausgezeichnet: Im Rahmen einer Schulfeier überreichte der Generalsekretär der Stiftung Weltethos Dr. Stephan Schlensog dem Schulleiter Hermann-Josef Gerhards eine Urkunde. Im Anschluss konnten sich Lehrer, Schüler und Eltern sowie anwesende Ehrengäste und Journalisten bei einem kleinen Imbiss über das Projekt Weltethos austauschen.
Verleihung mit Ehrengästen
11.07.2014

Erste Grundschule zur „Weltethos-Schule“ ausgezeichnet. Grundschule Ay fördert friedvolles Miteinander – ganz im Sinne der Weltethos-Idee.

Als erste Grundschule Deutschlands und als dritte Schule überhaupt hat die Grundschule Ay in Senden bei Ulm am 1. Juli 2014 den Titel „Weltethos-Schule“ erhalten. Damit ehrt die Stiftung Weltethos Schulen, die interkulturelle Werteerziehung auf Basis der Weltethos-Idee in ihren Lehrplan aufnehmen und darüber hinaus Wege finden, die Weltethos-Werte ganz konkret im Schulalltag zu verankern und zu leben. Mit einem großen Fest feierten die Schüler, Lehrkräfte und Eltern zusammen mit dem Generalsekretär der Stiftung Weltethos, Dr. Stephan Schlensog, und vielen weiteren Ehrengästen die Auszeichnung.
Titelbild Verschieden und doch gleich
15.05.2014

Interreligiöse Bildung und Werteerziehung im Kindergarten. Materialien der Stiftung Weltethos für Kindergärten und Grundschulen.

Bereits im Kindergarten treffen heute verschiedene Kulturen, Sprachen und Religionen aufeinander. Umso wichtiger ist es, die Kinder bereits in diesem frühen Alter für einen respektvollen Umgang miteinander zu sensibilisieren. Die Stiftung Weltethos unterstützt Erzieherinnen und Erzieher sowie Grundschullehrkräfte mit verschiedenen Materialien bei ihrer anspruchsvollen Aufgabe. Ziel ist es, den Grundstock für ethisches Gespür und interkulturelles Verständnis schon bei den ganz Kleinen zu legen.
Weltethos-toleranzgipfel
23.10.2013

„Toleranzgipfel“ – Comedy trifft wissenschaftlichen Kongress in der Stuttgarter Liederhalle

Anfang Oktober wurde in Marokko ein jugendliches Pärchen wegen der Veröffentlichung eines Kussfotos auf Facebook verhaftet. In Frankreich ist es Frauen verboten eine Burka zu tragen. Beides Beispiele für Freiheitseinschränkungen – auf der einen Seite religiös motiviert, auf der anderen Seite gegen eine religiöse Vorschrift gerichtet. Und wie sieht es in Deutschland aus? Hierzulande muss niemand ins Gefängnis, wegen eines öffentlichen Kusses und auf der anderen Seite verbietet der Staat im Privaten auch keine religiös bedingten Kleidungsordnungen. Doch sind wir tatsächlich so tolerant, wie wir uns gerne sehen? Der Kabarettist Christoph Sonntag und die Tübinger Stiftung Weltethos veranstalten am 7. November in Stuttgart den ersten „Toleranzgipfel“, der sich dem Thema Toleranz sowohl wissenschaftlich als auch in Form eines Kabarett- und Comedyprogramms nähern wird.

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