Räte der Religionen

Vertrauen aufbauen. Begegnung ermöglichen. 

Lokale Räte der Religionen

Am 24. Mai 2017 lud das Sozialministerium erstmals offiziell die Kirchen sowie die Religions- und Glaubensgemeinschaften des Landes zum Austausch im Rahmen des Runden Tisches der Religionen ein. Ziel des Runden Tisches der Religionen ist es, den sozialen Zusammenhalt in der Gesellschaft zu stärken und Impulse zugunsten des Gemeinwohls zu setzen. Mit diesem Format will das Sozialministerium das in Baden-Württemberg traditionell gute Verhältnis zwischen dem Land und den Religions-sowie Weltanschauungsgemeinschaften fortschreiben und das gesellschaftspolitische Engagement der religiösen Akteur*innen würdigen. Damit nimmt Baden-Württemberg bis heute eine Vorreiterrolle in Deutschland ein.

Bei der konstituierenden Sitzung des Runden Tisches der Religionen in Baden-Württemberg im Jahr 2017 gab das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration bekannt, bis 2019 in mindestens zehn Kommunen im Land lokale Räte der Religionen einrichten zu wollen. Als Partnerin des Ministeriums wurde die Stiftung Weltethos mit der konzeptionellen und inhaltlichen Begleitung dieses Projekts beauftragt. Im bundesweit einmaligen Projekt „Lokale Räte der Religionen auf den Weg bringen“ ging es darum, den gesellschaftlichen Dialog der Religionen und damit Integration und gedeihliches Zusammenleben in den Kommunen und Städten unseres Bundeslandes zu fördern und zu erleichtern. Aufgrund der Corona-Pandemie wurde das Projekt bis Ende 2021 verlängert.

Knapp vier Jahre nach seinem Start ist das Projekt nahezu ein Selbstläufer und hat mit dazu beigetragen, dass religiöse Akteur*innen verstärkt von Seiten der Stadtverwaltungen in ihrer zentralen Rolle für ein friedliches Zusammenleben in der Stadtgesellschaft wahrgenommen werden. Dies funktioniert in großen ebenso wie in kleinen Kommunen, in ländlich ebenso wie in städtisch geprägten Gebieten.

Die Reaktionen auf das Projekt haben deutlich gemacht, wie besonders und einzigartig dieses ist, da bewusst nicht nur der Dialog zwischen Religionsgemeinschaften, sondern auch zwischen diesen und der Stadtverwaltung gefördert wird. Inzwischen ist Baden-Württemberg eines der Bundesländer, in dem die Strukturen der Räte der Religionen bundesweit am weitesten ausgebildet und zukunftsträchtig gefestigt sind.

Zur Broschüre.

 

Das Projekt wird durch das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg gefördert. 

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