29. Januar 2026
Helmut Schüller übernimmt Leitung der Initiative Weltethos Österreich
Seit dem 2. Dezember 2025 ist Helmut Schüller Präsident der Initiative Weltethos Österreich (IWEO). Er folgt auf Edith Riether, die nach über 20 Jahren als Präsidentin künftig als Ehrenpräsidentin aktiv bleibt. Riether gründete die IWEO 2005 mit Unterstützung von Hans Küng, um ethische Bildung in Österreich zu fördern und die Prinzipien des Weltethos, wie die Goldene Regel, Gerechtigkeit und Wahrhaftigkeit, in alle Lebensbereiche zu tragen. Sie initiierte zahlreiche Bildungs- und Dialogprojekte, die bis heute Grundlage der Arbeit der IWEO sind.
Schüller kam über sein Theologiestudium und seine Arbeit als Universitätsseelsorger früh mit der Weltethos-Idee von Hans Küng in Berührung und war bereits seit den 2000er-Jahren in die Bildungs- und Dialogarbeit der IWEO eingebunden, etwa im Zusammenhang mit der Weltethos-Ausstellung, universitären Ringvorlesungen sowie der Arbeit des Dialogforums Ethik.
Er ist zudem Mitbegründer der österreichischen Pfarrer-Initiative, die sich für Reformen und Mitbestimmung in der Kirche einsetzt. Hans Küng zeichnete ihn 2012 mit dem Herbert-Haag-Preis für Freiheit in der Kirche aus.
In seiner neuen Funktion möchte er die von Riether begonnene Arbeit fortführen, bestehende Formate weiterentwickeln und neue Partner gewinnen.
„Mich persönlich treibt im Engagement für die Weltethos-Vision vor allem die Hoffnung an, dass die Religionen nicht bei Dialog und gegenseitigem Kennenlernen stehen bleiben, sondern ihr gemeinsames ethisches Erbe für den Frieden untereinander, vor allem aber auch für den Frieden in der Welt wirksam werden lassen.“
Helmut Schüller, Präsident der Initiative Weltethos Österreich