29. Juni 2026

GMS Döffingen wird Weltethos-Schule

Zwei strahlende Frauen stehen an einem sonnigen Tag im Schatten unter einem Baum und präsentieren die gerahmte Urkunde zur „Auszeichnung Weltethos-Schule“ für die Gemeinschaftsschule Döffingen. Eine Frau trägt ein graues Kleid, die andere ein buntes Batik-T-Shirt. Im Hintergrund ist ein belebter Schulhof mit weiteren Personen, Treppen und einem weißen Pavillon zu sehen.
Foto: Stiftung Weltethos

Beim Schulfest am 27. Juni 2026 hat die Gemeinschaftsschule Döffingen die Auszeichnung zur Weltethos-Schule erhalten. Was die Schule aus Grafenau auszeichnet? Ein Leitbild, das nicht nur an der Wand hängt. Partizipation, eine gelebte Dialogkultur und ein Schulalltag, in dem Vielfalt wirklich Alltag ist. Julia Willke von der Stiftung Weltethos überreichte die Urkunde feierlich im Rahmen des Schulfestes.

EIN SCHULFEST MIT BOTSCHAFT

Der heißeste Tag des Jahres, gut 40 Grad, und trotzdem ein voller Schulhof. Die Schüler*innen kamen in selbst gestalteten Batik-Shirts, mit selbst gebastelten Schildern: „Bunt gemischt – gemeinsam stark“, „Schubladen sind für Socken, nicht für Menschen“, „Zuhören verbindet Menschen.“ Sie sangen gemeinsam „Willkommen“ – ein Lied darüber, dass hier alle dazugehören. Danach begrüßten Rektorin Verena Theimel und Bürgermeister Martin Thüringer die Schulgemeinschaft, bevor Julia Willke die Urkunde zur Weltethos-Schule feierlich überreichte.

WAS STECKT HINTER DER AUSZEICHNUNG?

Die Weltethos-Schule ist ein Programm der Stiftung Weltethos, das Schulen auszeichnet, die eine werteorientierte Schulkultur aktiv leben. Das Motto lautet: „Verschieden sein – zusammen wachsen.“ Es geht um mehr als Toleranz als Lernziel auf dem Stundenplan. Weltethos-Schulen verankern Werte wie Gewaltlosigkeit, Respekt und Gerechtigkeit im Schulalltag, in der Art, wie Konflikte gelöst werden, wie Schüler*innen gehört werden und wie die ganze Schulgemeinschaft zusammenwächst.

Eine Menschenmenge von Schülerinnen und Schülern hält bei Sonnenschein im Freien viele selbstgebastelte Plakate aus Pappe in die Höhe. Darauf stehen Botschaften für Vielfalt und gegen Rassismus wie „Deutschland ist ein Land, kein Bunker für Deutsche“, „Wir sind alle Menschen“, „Rosen sind rot. Veilchen sind blau. Rassismus ist blöd.“ und „Jeder ist gut genug“. Die Gesichter der Kinder sind teilweise unkenntlich gemacht (verpixelt).
Foto: Stiftung Weltethos
Fünf Personen, darunter Schülerinnen, Schüler und Lehrerinnen, lächeln in die Kamera und halten gemeinsam eine gerahmte Urkunde mit der Aufschrift „Auszeichnung Weltethos-Schule“ für die Gemeinschaftsschule Döffingen. Sie stehen vor einer roten Pinnwand mit dem großen, gelben Schriftzug „ERFOLGSGESCHICHTEN“. Vier der fünf Personen tragen selbstgemachte, bunte Batik-T-Shirts.
Foto: Stiftung Weltethos

WARUM DIE GMS DÖFFINGEN?

Beim Bewerbungsbesuch im März 2026 traf das Team der Stiftung Weltethos auf eine Schule, an der man sich offensichtlich wohlfühlt. Elternvertretende lobten den Gemeinschaftsgeist. Schüler*innen führten die Gäste durch das Gebäude und erzählten offen von ihrem Schulalltag. Externe Praxispartner aus der Berufsorientierung berichteten, dass die Jugendlichen der GMS Döffingen besonders aufmerksam, hilfsbereit und empathisch seien.

Das Leitbild der Schule lautet „Vielfalt. Miteinander. Leben. Lernen.“ Und es hängt eben nicht nur gerahmt im Eingangsbereich. Partizipation wird großgeschrieben: Klassenrat und Schüler*innenvertretung sind ernstzunehmende Gremien. Lehrkräfte fördern aktiv eine Dialogkultur, in der Zuhören und Perspektivwechsel zum Alltag gehören. Dazu kommen der Schulgarten, das Fach PhiWeNo (Philosophie, Werte, Normen) in der Grundschule sowie ein wachsendes Internationalisierungskonzept.

Rektorin Verena Theimel bringt es so auf den Punkt:

Ein Teil eines Starken Netzwerks

Mit der Auszeichnung wird die GMS Döffingen Teil des bundesweiten Weltethos-Schul-Netzwerks. Alle zwei Jahre treffen sich die Schulen zum Austausch. Die Stiftung Weltethos begleitet die Schule in den nächsten Jahren weiter auf dem Weg der werteorientierten Schulentwicklung.

Das Programm wird gefördert von der Berthold-Leibinger-Stiftung, der Dieter-von-Holtzbrinck-Stiftung und der Karl Schlecht Stiftung.

Eine Frau und ein Mann sind in ein Gespräch vertieft. Sie stehen vor einer bunten Stellwand.
Foto: Stiftung Weltethos

Ansprechperson

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Julia Willke

Tel.: +49 7071 400 53-14
E-Mail: willke@weltethos.org