Wir trauern um unseren Gründer und langjährigen Präsidenten

Prof. Dr. Dr. h.c. mult.

Hans Küng

Er ist am 6. April 2021 im Alter von 93 Jahren friedlich in seinem Haus in Tübingen eingeschlafen.

Mit dem Projekt Weltethos schuf Hans Küng die Grundlage für ein Bewusstsein grundlegender gemeinsamer Werte in allen Teilen der Gesellschaft sowie für ein friedliches und respektvolles Miteinander über die Grenzen der Religionen, Kulturen und Nationen hinweg. Ein Projekt, das in Zeiten einer global agierenden Politik und Wirtschaft, des Internets und zunehmend multikultureller Gesellschaften wichtiger ist denn je.

Mit Blick auf Hans Küngs Hoffnungsvision „To make the world a better place“ ist es für die Stiftung Weltethos eine Ehre, sein Lebensprojekt „Weltethos“ fortführen zu dürfen. Wir werden es in seinem Sinne bewahren, weitertragen und weiterentwickeln und wir verneigen uns in Dankbarkeit vor dessen großartigem Begründer.


Möchten Sie Ihrer Trauer Ausdruck verleihen?
Dann haben Sie dazu in unserem digitalen Kondolenzbuch die Möglichkeit: 
> Zum Kondolenzbuch


Hier finden Sie eine aktuelle Übersicht aus Nachrufen
und aktuellen Berichten zu Hans Küng:

> Zum Pressespiegel der Stiftung Weltethos

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Preisträgerbuch FRIEDOLIN 2017

Der Jugendbuchpreis FRIEDOLIN der Stiftung Weltethos geht in diesem Jahr an den Roman "Nichts ist okay! Zwei Seiten einer Geschichte" der beiden US-amerikanischen Autoren Jason Reynolds und Brendan Kiely. Eine Botschaft des Buches lautet: Gesellschaftliche Verantwortung wird konkret im Einstehen für Bedrängte und Benachteiligte, im Aufstehen gegen jegliche Form von Rassismus und im Bewusstsein für ein Kulturen und Ethnien übergreifendes Wir.

Jugendbuchpreis FRIEDOLIN der Stiftung Weltethos

Idee und Intention des Jugendbuchpreises

Aus Anlass ihres 20jährigen Bestehens hat die Tübinger Stiftung Weltethos, die sich für gemeinsame Werte, Toleranz und Frieden engagiert, den mit 4000 EUR dotierten Jugendbuchpreis FRIEDOLIN ausgeschrieben. Der Preis zeichnet deutschsprachige Jugendliteratur aus, die auf beispielhafte Weise aktuelle ethische und interkulturelle Fragen thematisiert und jugendliche Leserinnen und Leser dafür sensibilisiert.

 


Friedolin 2019

 

190731-tatortedenDer Jugendbuchpreis FRIEDOLIN 2019 der Stiftung Weltethos geht an den Roman „Tatort Eden 1919“ der Schriftstellerin Maja Nielsen.

Am 22. Oktober 2019 um 11.30 Uhr nahm Maja Nielsen den Preis persönlich entgegen und las aus ihrem Buch. Die Verleihung fand im Rahmen der 39. Tübinger Kinder- und Jugendbuchwoche im Landestheater Tübingen (LTT) statt.

Maja Nielsens erzählt zwei Geschichten in ihrem Jugendroman, die am Ende des Buches zusammengeführt werden: Das Berlin um 1919 und das Berlin der Gegenwart. Der Politkrimi beginnt im Jahr 2015 als der 17-jährige Biko in der Hauptstadt ankommt, um an einer berühmten Artistenschule seine Ausbildung anzufangen. Ein alter Koffer im Fundus der Artistenschule versetzt ihn fast 100 Jahre zurück in eine bewegte Zeit Berlins - die Zeit nach dem Ersten Weltkrieg, die Zeit der Novemberrevolution mit dem Mord an Rosa Luxemburg. Doch auch in der Metropole von heute wird Biko mit großen gesellschaftspolitischen Fragestellungen konfrontiert. Als Sohn eines Ghanaers erfährt er dort am eigenen Leib, wie nah in diesen Zeiten Anfeindung und herzliche Anteilnahme für Menschen mit Fluchterfahrung beieinander liegen können.

Nach Meinung der Jury überzeugt „Tatort Eden 1919“ wegen seines entschiedenen Plädoyers für die Weltethos-Werte Menschlichkeit, Gegenseitigkeit,

Solidarität und Wahrhaftigkeit. Darüber hinaus regt der Jugendroman zur Diskussion aktueller ethischer Fragestellungen an.

Der Autorin gelingt es, junge Leserinnen und Leser in ihrer heutige Lebenswelt abzuholen und durch die spannende Erzählung der zwei Handlungsstränge in die Vergangenheit mitzunehmen. Damit schlägt sie eine Brücke zwischen der häufig im Unterricht und in der Literatur weniger beachteten revolutionären Situation in Berlin 1918/1919 mit aktuellen Fragestellungen zum Umgang mit geflüchteten Menschen und Fremdenfeindlichkeit. Durch die lebendige, anschauliche und fesselnde Schreibweise werden Jugendliche inspiriert, sich weiter mit dem Beginn der Demokratie in Deutschland auseinander zu setzen. Ferner gewinnen sie einen neuen Blick auf das Thema Flucht und Critical Whiteness.

Maja Nielsen, 1964 in Hamburg geboren, absolvierte ihr Schauspielstudium an der Hamburger Hochschule für Musik und Darstellende Kunst. Später übernahm sie Theaterengagements in Hamburg, München, Stuttgart, Tübingen und Kassel. 1998 begann Maja Nielsen als Autorin für den Hörfunk zu arbeiten und veröffentlichte ihre ersten Kinderbücher. Seit 2006 konzentriert sie sich auf die von ihr geschaffene Kindersachbuchreihe „Abenteuer!“. Maja Nielsen hat zwei Söhne und lebt mit ihrer Familie in Rosbach von der Höhe, in der Nähe von Frankfurt am Main.

Der Jugendbuchpreis FRIEDOLIN wird finanziert von Dr. Nicola Leibinger-Kammüller mit Unterstützung der Josef Wund Stiftung GmbH.

Für weitere Rückfragen steht Ihnen die Presse- und Öffentlichkeitsbeauftrage, Frau Nadja Dornis, zur Verfügung.

Weitere Informationen:
Maja Nielsen: www.majanielsen.com


Friedolin 2018

 

Cover-samiundderwunschnachfreiheitDer syrische Schriftsteller Rafik Schami erhält den Jugendbuchpreis FRIEDOLIN 2018 der Stiftung Weltethos für seinen Roman „Sami und der Wunsch nach Freiheit“. Am Dienstag, 23. Oktober 2018, hat er ihn um 11:00 Uhr im Rahmen der 38. Tübinger Kinder- und Jugendbuchwoche im Landestheater Tübingen (LTT) persönlich entgegengenommen. Anschließend las er aus seinem Buch.

Der mit 4.000 € dotierte Preis zeichnet Jugendliteratur aus, die ethische oder interkulturelle Aspekte in besonderer Weise berücksichtigt und jugendliche Leserinnen und Leser für diese sensibilisiert.

Rafik Schamis Jugendroman erzählt Geschichten und Anekdoten der beiden Jungen Sami und Scharif und ihrem abenteuerlichen Leben in den Gassen von Damaskus. Der Wunsch nach Freiheit unter der syrischen Diktatur und der Aufstand im Zuge des Arabischen Frühlings prägen die Geschichte und das Schicksal der beiden Freunde.

Nach Meinung der Jury gelingt dem Autor beispielhaft die Thematisierung von Gerechtigkeit, Mut und dem Leben in der Unterdrückung. Damaskus, dem Ort der Handlung, kommt eine besondere Bedeutung als Schauplatz für das Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen zu und als Symbol für Krieg und Vertreibung. Einfühlsam beschreibt Rafik Schami den Kontrast zwischen Arm und Reich in dieser riesigen Metropole und die Mentalität ihrer Bewohner. Sein Umgang mit dem Thema Flucht ist sensibel, humorvoll, frei von Moralisieren und bringt Einblicke jenseits aktueller politischen Diskussionen, die sich oft nur um die Begrenzung der Flüchtlingszahlen in Europa drehen.

Rafik Schami wurde 1946 in Damaskus geboren. 1971 floh er nach Deutschland, seit 1982 ist er freier Schriftsteller und lebt heute in Marnheim in der Pfalz. Er ist der bekannteste, am häufigsten übersetzte Schriftsteller Syriens, für seine Werke wurden ihm zahlreiche Preise verliehen. Zeit seines Lebens hat sich der Autor als Kulturvermittler zwischen europäischen und arabischen Kulturen verstanden. Gerade seinen jugendliterarischen Werken kommt in diesem Zusammenhang eine besondere Bedeutung zu.

 


Friedolin 2017

 

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Der Jugendbuchpreis FRIEDOLIN 2017 der Stiftung Weltethos geht an den Roman "Nichts ist okay! Zwei Seiten einer Geschichte" der beiden US-amerikanischen Autoren Jason Reynolds und Brendan Kiely. Der mit 4000 € dotierte Jugendbuchpreis FRIEDOLIN wird nach seiner Einführung 2015 nun zum dritten Mal vergeben.

Der Roman "Nichts ist okay! Zwei Seiten einer Geschichte" erzählt eine brisante Geschichte aus zwei Perspektiven: Zum einen aus der unmittelbaren Erfahrung des Jugendlichen Rashad, der schwarzer Hautfarbe ist. Ihm wird irrtümlich Diebstahl vorgeworfen; deswegen wird er noch am Tatort von einem Polizisten niedergeprügelt. Zum anderen aus der Sicht des weißen Jugendlichen Quinn Collins, der ein Mitschüler Rashads ist und den Vorfall beobachtet hat; seine Familie ist zudem mit dem Polizisten befreundet.

Der Roman ist ein eindrückliches Plädoyer für Wahrhaftigkeit, Fairness, Respekt und nicht zuletzt für Solidarität – Solidarität mit all jenen, die aufgrund ihrer Hautfarbe zu Unrecht drangsaliert und diskriminiert oder gar zu Opfern willkürlichen und rassistisch motivierten Gewalthandelns werden. Eine Botschaft des Buches lautet: Gesellschaftliche Verantwortung wird konkret im Einstehen für Bedrängte und Benachteiligte, im Aufstehen gegen jegliche Form von Rassismus und im Bewusstsein für ein Kulturen und Ethnien übergreifendes Wir. Genau diese moralischen Akzente würdigt die Stiftung Weltethos mit ihrer Auszeichnung des Preisträgerbuches 2017.

Die diesjährige Ausschreibung des Jugendbuchpreises der Stiftung Weltethos für inter­kulturelle und interreligiöse Forschung, Bildung und Begegnung in Tübingen war, wie bereits im Vorjahr, auf großes Interesse bei den deutschsprachigen Jugendbuchverlagen gestoßen. Aus rund 50 Einsendungen entschied sich die achtköpfige Jury für den Roman von Jason Reynolds und Brendon Kiely, der durch seine Handlung, sein Strickmuster und durch seine Sprache zu überzeugen weiß.

Erschienen ist der Roman beim dtv-Verlag, München, in der "Reihe Hanser". Er wurde aus dem Englischen übersetzt von Klaus Fritz und Anja Hansen-Schmidt.

Die offizielle Verleihung des Jugendbuchpreise FRIEDOLIN 2017 fand am 23. Oktober 2017 um 11.00 Uhr im Landestheater Tübingen (LTT) im Rahmen der 37. Tübinger Kinder- und Jugendbuchwoche statt.


Friedolin 2016

 

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Der Jugendbuchpreis FRIEDOLIN 2016 der Stiftung Weltethos geht an den Roman "Halbe Helden" der US-amerikanischen Autorin Erin Jade Lange. Der mit 4000€ dotierte Jugendbuchpreis FRIEDOLIN wird nach seiner Einführung 2015 zum zweiten Mal vergeben.

Langes Roman "Halbe Helden" erzählt die Geschichte über die besondere Freundschaft zwischen dem 16jährigen Dane, dem wegen Schlägereien der Schulverweis droht, und Billy D., einem neuen Schüler mit Downsyndrom. Sie ist spannend, humorvoll und kurzweilig geschrieben. Dabei gelingt es der Autorin die Themen Gewalt, Umgang mit Behinderung, Respekt, Toleranz und Freundschaft in einer mitreißenden Roadstory zu verbinden.

Die Verleihung des FRIEDOLIN 2016 fand am 27. Oktober 2016 um 19.00 Uhr im Landestheater Tübingen im Rahmen der 36. Tübinger Kinder- und Jugendbuchwochen statt.


Friedolin 2015

 

D22fa22167a2f874aef09a787446e86aMit über 70 Bewerbungen war die Ausschreibung des "FRIEDOLIN 2015" auf enormes Interesse gestoßen. Die siebenköpfige Jury hat sich aus der Reihe von fünf als preiswürdig befundenen Büchern schließlich für die spannungsreiche und von Peer Martin einfühlsam und fesselnd erzählte Geschichte eines syrischen Flüchtlingsmädchens und eines rechtsradikalen Jugendlichen entschieden. Die Jury würdigt, dass es Peer Martin gelingt, in hervorragender Weise Themen wie Flucht, Gewalt, Ausländerfeindlichkeit, jugendlicher Rechtsextremismus, soziale Brennpunkte und das Kriegsgeschehen in Syrien miteinander zu verbinden – und dies in poetischer Sprache sowie zum Nachdenken anregend:

„Peer Martin hat einen spannenden Roman über ein hochaktuelles Thema geschrieben. Es ist ein Roman über die Kraft der Liebe, die den blinden Fremdenhass überwinden kann. Und zugleich ist es eine Hymne auf das Erzählen, durch das sich Menschen, so unterschiedlich sie auch sein mögen, unweigerlich miteinander verstricken: Redet miteinander und hört euch zu! Das ist die Botschaft dieses mitreißenden und preiswürdigen Romans, der Ängste zulässt und doch Hoffnung weckt.“

Erschienen ist der Erstlingsroman von Peer Martin, der mit seiner Familie in Kanada lebt, im Friedrich Oetinger Verlag, Hamburg. Die Verleihung des "FRIEDOLIN 2015" fand am 28.10.2015 um 18.00 Uhr im Landestheater Tübingen im Rahmen der Kinder- und Jugendbuchwochen sowie der Weltethos-Wochen statt.

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