Wir trauern um unseren Gründer und langjährigen Präsidenten

Prof. Dr. Dr. h.c. mult.

Hans Küng

Er ist am 6. April 2021 im Alter von 93 Jahren friedlich in seinem Haus in Tübingen eingeschlafen.

Mit dem Projekt Weltethos schuf Hans Küng die Grundlage für ein Bewusstsein grundlegender gemeinsamer Werte in allen Teilen der Gesellschaft sowie für ein friedliches und respektvolles Miteinander über die Grenzen der Religionen, Kulturen und Nationen hinweg. Ein Projekt, das in Zeiten einer global agierenden Politik und Wirtschaft, des Internets und zunehmend multikultureller Gesellschaften wichtiger ist denn je.

Mit Blick auf Hans Küngs Hoffnungsvision „To make the world a better place“ ist es für die Stiftung Weltethos eine Ehre, sein Lebensprojekt „Weltethos“ fortführen zu dürfen. Wir werden es in seinem Sinne bewahren, weitertragen und weiterentwickeln und wir verneigen uns in Dankbarkeit vor dessen großartigem Begründer.


Möchten Sie Ihrer Trauer Ausdruck verleihen?
Dann haben Sie dazu in unserem digitalen Kondolenzbuch die Möglichkeit: 
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Hier finden Sie eine aktuelle Übersicht aus Nachrufen
und aktuellen Berichten zu Hans Küng:

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Internationales Symposion “Global Ethic, Law and Policy”

2011 veranstaltete die Stiftung in Zusammenarbeit mit dem Berkley Center an der Georgetown University Washington D.C. das „International Symposium on Global Ethic, Law and Policy“.

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Internationales Symposion „Global Ethic, Law and Policy”

Georgetown University, Washington, DC, 3.-4. November 2011
Während die Stiftung Weltethos im Rahmen ihrer Arbeit den Weltethos-Gedanken zu verschiedensten Gesellschafts- und Lebensbereichen, wie etwa Pädagogik, Wirtschaft, Politik und Religionen, von Beginn an in Beziehung setzte, wurde das Verhältnis von Recht und Weltethos zunächst wenig intensiv behandelt. Ausgehend von Vorträgen von Prof. Küng zu „Weltrecht und Weltethos" vor Richtern des Bundesverfassungsgerichts und des Bundesgerichtshofs in Karlsruhe und von Aufsätzen des Washingtoner Juristen Bradley Shingleton über das Weltethos entstand schließlich die Idee zu einem Symposion. Unter dem Titel „Global Ethic, Law and Policy" fand dieses am 3./4. November 2011 am „Berkley Center for Religion, Peace, and World Affairs2 der Georgetown University in Washington statt.

In den Referaten und Diskussionen von Rechtsprofessorinnen und -professoren verschiedener US-amerikanischer und europäischer Universitäten kamen unter anderem die Themen Weltethos und Menschenrechte, Weltethos und internationales Recht (»Weltrecht«) sowie Gemeinwohl und Finanzmarktregulierung zur Sprache. Auch die Herkunft des ethischen Gehalts von Recht und die Möglichkeit einer Übereinkunft über Rechtsnormen und moralische Maximen, trotz unterschiedlicher Kulturen und Religionen, wurden diskutiert. Durch die Verknüpfung theoretischer und praktischer Aspekte konnte ganzheitlich betrachtet werden,  inwieweit das Weltethos das  (insbesondere internationale)  Recht bereichern kann.

Aus Europa waren als juristische Fachreferenten Prof. Heinz-Dieter Assmann (Tübingen), Prof. Walter Kälin (Bern) und Prof. Markus Kotzur (Leipzig) angereist. Von der Stiftung Weltethos nahmen Prof. Hans Küng, Dr. Stephan Schlensog (als Referenten) und Dr. Günther Gebhardt (als Moderator) teil. Ein Sammelband über das Symposion soll im Herbst 2014 im Nomos Verlag (Baden-Baden) erscheinen.

Die Stiftung Weltethos dankt der Robert Bosch Stiftung und der Stiftung van Meeteren für die großzügige Finanzierung dieses Symposions. Detaillierte Informationen über das Programm und die Teilnehmer, sowie Videos sind im Internet zu finden auf: http://berkleycenter.georgetown.edu/events/symposium-on-global-ethic-law-and-policy .

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