Erstes internationales Mitarbeitertreffen

Im November 2013 lud die Stiftung Weltethos Weltethos-Aktivisten aus aller Welt zu einem Arbeitstreffen nach Tübingen ein. Anlass war das 20-jährige Jubiläum der Erklärung zum Weltethos.

Slowenien: Weltethos und ganzheitliche Pädagogik

Die Initiative Weltethos Slowenien veranstaltete am 21.Oktober 2014 in Ljubljana eine erfolgreiche Fachtagung unter der Schirmherrschaft des slowenischen Ministerpräsidenten Dr. Miro Cerar (Bild). 80 Teilnehmer/innen, meist aus dem pädagogischen Bereich, hörten und diskutierten Beiträge von 24 Referentinnen und Referenten. Im Mittelpunkt standen Fragen der Kindererziehung im Zusammenhang mit (Welt)Ethos und die Probleme einer ganzheitlichen Persönlichkeitsbildung. Weitere Informationen unter "Initiative Weltethos Slowenien".

    International

    Seit ihrer Gründung im Jahr 1995 engagiert sich die Stiftung Weltethos für interkulturellen Dialog und die weltweite Vermittlung eines ethischen, Kulturen und Religionen übergreifenden Grundkonsenses. Durch Forschungsaktivitäten, Konferenzen, Seminare sowie durch verschiedenste Projekte in unterschiedlichen gesellschaftlichen Teilbereichen soll dies erreicht werden.


    Neben der deutschen Stiftung Weltethos gibt es weitere Stiftungen oder Weltethos-Initiativen in der Schweiz, in Österreich, Slowenien, Tschechien, Kolumbien und Mexiko. Ihre Ziele und Tätigkeitsbereiche decken sich mit denen der deutschen Stiftung Weltethos. Zudem stehen die Partnerstiftungen in ständigem Austausch miteinander. Eine besondere Rolle bezüglich der internationalen Verbreitung der Weltethos-Thematik kam von Beginn an der Stiftung Weltethos Schweiz zu. In vielen weiteren Ländern auf allen Kontinenten wird das Weltethos-Thema außerdem von Engagierten vor Ort im Austausch mit der Tübinger Stiftung Weltethos behandelt und verbreitet, so etwa in den USA, in China und in Bosnien-Herzegowina.


    Europa

    Stiftung Weltethos Schweiz

    Dank einer großzügigen Spende von Frau Martita Jöhr-Rohr konnte 1996 in Zürich die Stiftung Weltethos/Schweiz gegründet werden. Besonderer Schwerpunkt dieser Stiftung ist, neben der allgemeinen und der schulischen Bildungsarbeit, vor allem ihr Engagement im internationalen Bereich. Beide Weltethos-Stiftungen in Tübingen und Zürich sind organisatorisch eigenständig, arbeiten aber eng verzahnt. 
    Wichtigstes Projekt der Schweizer Stiftung Weltethos im schulischen Bereich – nach drei Unterrichtswettbewerben zur didaktischen Aufbereitung des Weltethos-Themas in der deutschen und französischen Schweiz – ist die erfolgreiche Errichtung eines „Kompetenzzentrums Weltethos“ an der Pädagogischen Hochschule Zentralschweiz (Schwyz) unter der Leitung von Guido Estermann.  Dort wurde auch ein innovatives Lehrmittel, „Weltethos für 4-8 Jährige Kinder“, entwickelt und der Materialienordner „Weltethos in der Schule“ an die schweizerischen Verhältnisse angepasst und herausgegeben.
    Außerdem wird seit Jahren die Weltethos-Ausstellung in der Schweiz mit großem Erfolg gezeigt und Bildungsarbeit auf unterschiedlichen Ebenen durchgeführt.

    2013 wurde ein weiterer Schritt zur Verbreitung der von der Stiftung in den letzten Jahren entwickelten Materialien und Medien unternommen: In Zusammenarbeit mit dem Lassalle-Haus konnte der Weltethos-Online-Shop für die Schweiz erweitert werden und führt nun eine ganze Reihe von Produkten. Zu finden sind dort neben den Lehrmitteln auch Literatur von Professor Hans Küng und anderer Autoren sowie verschiedene Weltethos-Medien und -Materialien. 

    Die Stiftung Weltethos Schweiz hat den Austausch und die Zusammenarbeit mit dem Verein "Initiative Weltethos Schweiz" weiter intensiviert. Dieser Verein wurde von Studierenden gegründet, um das Projekt Weltethos in den sozialen Medien und der Gesellschaft zu verbreiten und wird derzeit von Michaela Egli koordiniert. In ihrem Blog berichtet die Initiative über aktuelle Themen und geht ethischen Fragen nach, die vor allem junge Menschen interessieren. Großen Anklang findet auch der Facebook-Auftritt der Initiative.

    Im Auftrag der Schweizer Stiftung führt der Verein jetzt eine Reihe von Projekten und Aktivitäten durch und betreut zudem die Weltethos-Ausstellung in der Schweiz. Stiftung und Verein haben jetzt eine gemeinsame Anschrift und einen gemeinsamen Web-Auftritt (www.weltethos.ch).


    Organisation der Stiftung Weltethos Schweiz

    Stifterin: Martita Jöhr-Rohr †
    Stiftungsrat der Stiftung Weltethos Schweiz:

    Prof. Dr. Peter Baccini (Präsident)
    ​Rolf Schmitter
    Hans Ambühl
    Michaela Egli
    Dr. Stephan Schlensog
    Carla Maria Schwöbel-Braun

    Kontakt

    Weltethos Schweiz
    Kulturpark
    Pfingstweidstrasse 16
    8005 Zürich
    E-Mail: info@weltethos.ch
    Internet: www.weltethos.ch

     

    Bank: UBS CH-8098 Zürich
    Konto: 230-506.795.01 L
    IBAN: CH51 0023 0230 5067 9501 L
    SWIFT: UBSWCHZH80A

    Verein Initiative Weltethos Schweiz www.weltethos.ch

    Initiative Weltethos Österreich

    Die Initiative Weltethos Österreich (IWEO) wurde 2005 in Wien von Prof. Mag. Edith Riether als unabhängiger, gemeinnütziger Verein gegründet. Prof. Mag. Edith Riether ist Präsidentin der Initiative, Generalsekretärin ist Mag. Irene Klissenbauer.
    Die Initiative Weltethos Österreich hat es sich zum Ziel gesetzt, das „Projekt Weltethos“ in Österreich bekannt zu machen, also eine ethische Bewusstseinsbildung und Durchdringung aller Lebensbereiche mit den großen ethischen Prinzipien der „Erklärung zum Weltethos“ voranzutreiben.

    Die österreichische Initiative engagiert sich vor allem im schulischen Bereich und im Rahmen öffentlicher Vorträge. Sie unterstützt die Bemühungen um die Einführung eines Ethikunterrichts an den österreichischen Schulen mit der „Erklärung zum Weltethos“ als Lehrplangrundlage und veranstaltet regelmäßig Ringvorlesungen in Wien rund um das Thema Weltethos, bisher zu folgenden Themen: „Weltethos und Globalisierung“, „Ethik und Technik“, „Ethik und Ressourcenverknappung“, „Weltethos und Recht“ und „Ethik in der Mensch-Tier-Beziehung“. Die Ringvorlesungen sind in einer eigenen Schriftenreihe der IWEO als Sammelbände erschienen. Außerdem wurde der Band „Weltethos und das Unbewusste“ von Elisabeth Vykoukal und Michael Noah Weiss herausgegeben.
    Die Stiftung bemüht sich zudem um die Verbreitung der Wanderausstellung „Weltreligionen – Weltfrieden – Weltethos“ und des Multimediaprojekts „Spurensuche“ in Österreich.

    Besonders erwähnenswert  ist das 2012/13 durchgeführte Forschungsprojekt „Weltethos im Kindergarten. Ethische Erziehung im Kindergarten angesichts kultureller Pluralität“, das von der Stiftung Weltethos (Deutschland) finanziert wurde. Konzipiert und durchgeführt wurde es von Mag. Sandra Käßmayer, Mag. Irene Klissenbauer, Anneliese Rieger (BA) und Mag. Dr. Nadja Rossmanith. Ziel des Kindergartenprojekts war es, mit den Kindern Fragen der Ethik und des richtigen Umgangs miteinander zu erarbeiten. Derzeit wird das Projekt in Fortbildungsseminaren für KindergartenpädagogInnen vorgestellt, so beispielsweise in den Kindergärten Wiens (KIWI). Außerdem wurde auf Basis des praxiserprobten Bildungsprogramms die Arbeitsmappe „Verschieden und doch gleich. Weltethos im Kindergarten“ erstellt, die im Online-Shop der Stiftung Weltethos erhältlich ist. 

    In Österreich gibt es neben der Initiative Weltethos das von ihr unabhängige »Innsbrucker Forum zur wissenschaftlichen Förderung des Projekts Weltethos«, das unter der Leitung von Prof. Helmut Reinalter regelmäßig Symposien und Vortragsreihen veranstaltet. Themen der jüngsten Reihe „Weltethos-Gespräche“ waren: „Weltethos und chinesische Religionen“, „Weltethos und Atheismus“, „Interreligiöse Friedensinitiative und Empathiekonzept“ und „Das Projekt Weltethos als Angewandte Ethik und praktische Aufklärung“.

    E-Mail: initiative@weltethos.at 

    Homepage der Initiative Weltethos Österreich: www.weltethos.at 

    Stiftung Weltethos Tschechien

    1999 gründete Senator i. R. Dr. Karel Floss die Weltethos-Stiftung in Tschechien. Als Vorsitzender der Stiftung engagiert er sich seit Jahren, die Weltethos-Idee vor allem in politischen und universitären Kreisen und bei Veranstaltungen des von ihm geleiteten Prokopius-Zentrums in Sazava zu verbreiten sowie Kontakte zu Verantwortlichen im Schulbereich aufzubauen. 
    Unter anderem konnten die Bücher „Projekt Weltethos“, „Weltethos für Weltpolitik und Weltwirtschaft“, „Spurensuche“ und „Brücken in die Zukunft – Eine Initiative von Kofi Annan“ durch seinen Einsatz auf Tschechisch erscheinen.

    Im Jahr 2013 legte Dr. Floss die Leitung der Stiftung in jüngere Hände. Sie wird seither von Pavel Hosek an der Evangelisch-theologischen Fakultät der Karls-Universität Prag koordiniert.

    Initiative Weltethos Slowenien

    In Slowenien übersetzte bereits 2012 eine Gruppe motivierter Personen aus dem akademischen Bereich in Rekordzeit Professor Küngs „Handbuch Weltethos“ und begann damit ihr Mitwirken am Projekt Weltethos.

    Seither hat sich viel getan: Im April 2013 wurde die Konferenz „Svetovni etos: globalno in lokalno“ („Weltethos – Global und lokal“) auf die Beine gestellt, unter der prominenten Schirmherrschaft der Menschenrechtsbeauftragten der Republik Slowenien, Vlasta Nussdorfer. Bereits im August des gleichen Jahres wurden die Ergebnisse dieser Konferenz in einem gleichnamigen Buch veröffentlicht. Zudem veröffentlicht die Initiative eine regelmäßige Beilage zu Weltethos-Themen in der wichtigsten pädagogischen Zeitschrift Sloweniens und beginnt so damit, die Thematik in den Schulbereich einzubringen.

     

    Weltethos und ganzheitliche Pädagogik - Initiative Weltethos Slowenien veranstaltet erfolgreiche Fachtagung

    Slowenien benötige vor allem ethische Werte, auf die sich noch so verschieden denkende Menschen einigen könnten: dies unterstrich Ministerpräsident Dr. Miro Cerar in seiner Eröffnungsansprache zur Fachtagung am 21. Oktober 2014 in Ljubljana. Dass der Ministerpräsident die Schirmherrschaft für die Konferenz übernommen hatte, zeigt die hohe Wertschätzung, welche die Arbeit der noch jungen Initiative Weltethos Slowenien bereits geniesst. 80 Teilnehmer/innen, meist aus dem pädagogischen Bereich, hörten und diskutierten Beiträge von 24 Referentinnen und Referenten. Fragen der Kindererziehung im Zusammenhang mit (Welt)Ethos und die Probleme einer ganzheitlichen Persönlichkeitsbildung standen im Mittelpunkt. Ein Sammelband der Konferenzbeiträge wird von den beiden Koordinatoren der Initiative Weltethos Slowenien und Konferenzmoderatoren Prof. Borut Oslaj und Prof. Marko Pavliha herausgegeben werden.

    Website der Initiative Weltethos Slowenien (nur auf Slowenisch): www.svetovnietos.si

    Projekte in Bosnien und Herzegowina

    Der katholische Theologe Alen Kristić arbeitet seit 2006 mit der Stiftung Weltethos zusammen und ist bis heute im Sinne der Verbreitung des Weltethos-Gedanken in Bosnien und Herzegowina engagiert. So brachte er mit einer zehnteiligen Artikelserie in einem weitverbreiteten Jugendmagazin Schülerinnen und Schülern der vierten bis achten Klasse die Grundlagen des Weltethos-Gedanken nahe und regte sie dazu an, ein eigenes Schulethos zu entwerfen. Zusätzlich hält er immer wieder Vorlesungen zum Thema Weltethos am „Zentrum für interdisziplinäre und interkulturelle Forschung“ der Universität Sarajevo.

    Ein umfangreiches pädagogisches Projekt zur Förderung von Versöhnung und friedlichem Zusammenleben in Bosnien-Herzegowina beginnt im Herbst 2014, in Zusammenarbeit mit einer einheimischen Nicht-Regierungs-Organisation: Nach der Fertigstellung eines vollständigen Weltethos-Handbuchs soll das Projekt „Weltethos in der Schule“ drei Pädagogik-Fakultäten vorgestellt werden. Zudem wird es eine Kampagne mit dem Thema „Global Ethic as a way to school ethos“ in sechs Schulen geben. In drei theologischen sowie einer pädagogischen Fakultät soll außerdem der Workshop „Global ethic as a skill of ethical, interreligious and intercultural learning and teaching“ eingerichtet werden. Diese Projekte werden von der Stiftung Weltethos mitfinanziert.

    Projekte in Luxemburg

    Nähere Informationen zu Projekten in Luxemburg finden Sie auf unserer Website "weltethos praktisch".

    Amerika

    Stiftung Weltethos Kolumbien

    Die Stiftung Weltethos Kolumbien wurde im November 2006 von dem Rechtsanwalt und Fachmann für soziale Entwicklung Carlos Paz offiziell gegründet. Er ist auch der Leiter der Stiftung, die es sich zur Aufgabe macht, das Projekt Weltethos nicht nur in Kolumbien, sondern auch in anderen Ländern Südamerikas zu verbreiten. Kontakte nach Chile und Argentinien sind bereits aufgebaut. 
     
    Im März 2007 organisierte die Stiftung eine Woche des Weltethos in Wirtschaft und Politik" mit einer Vortragsreihe von Prof. Hans Küng in Bogota, welche die Stiftung landesweit bekannt machte. Die Vorträge sind im Sammelband „Etica Mundial in America“ beim Verlag Trotta, Madrid erschienen. Wichtig war auch die Mitwirkung der Stiftung bei einem internationalen Unternehmer-Kongress über Soziale Verantwortung" in Cali im Oktober 2007.
     
    Ein Schwerpunkt der Stiftung Weltethos Kolumbien liegt im pädagogischen Bereich: Carlos Paz ist es gelungen, von Anfang November 2009 bis Juli 2010 die umfangreichen Materialien des Schulordners „Weltethos in der Schule“ ins Spanische übersetzen zu lassen und in Form von 28 Einzelheften den Ausgaben der großen Tageszeitung „El Tiempo“ beilegen zu lassen. Diese beispiellose Initiative soll auch in Chile und anderen Ländern Lateinamerikas durchgeführt werden.

    Auch im Jahr 2013 gelang es der Fundación Ética Mundial Colombia und ihrem Direktor Carlos Paz, das Projekt Weltethos weiter zu verbreiten und ihm Gehör zu verschaffen. Die schon länger bestehende enge Zusammenarbeit mit der zweitgrößten kolumbianischen Tageszeitung „El Espectador“ konnte mit dem Projekt „Bibo por el agua“  fortgesetzt werden. Das Projekt will das Bewusstsein und den täglichen Umgang der Menschen mit Wasser und Energie sowie mit den Themen Nachhaltigkeit und Biodiversität verbessern. Außerdem soll es zum Nachdenken über die Grundsätze globaler Ethik und der Verantwortung des Einzelnen anregen. Während der vierteljährlichen Workshops des „Global Ethic Entrepreneur Circle“ wurde außerdem das Handbuch Weltethos übersetzt und mit Unterstützung verschiedener Firmen herausgebracht.

    2014 sollen auch die in der Schweiz entwickelten Weltethos-Schulmaterialien für 4- bis 8-jährige Kinder aus dem Deutschen übersetzt, adaptiert und ebenfalls publiziert werden. An der Universität Tadeo Lozano wird derzeit an einer medialen Kommunikationsstrategie für Weltethos gearbeitet. Auch hier gibt es für 2014 große Pläne: So soll eine eigene TV-Sendung zum Thema Weltethos entstehen. Die größte Herausforderung stellt sich die Fundación Ética Mundial Colombia allerdings mit dem Vorhaben, ein eigenes Ethik-Institut nach dem Tübinger Vorbild aufzubauen. Sie hofft dabei auf die Unterstützung des Siemens World Bank Integrity Fund.

    Stiftung Weltethos Mexiko 

    Die Stiftung Weltethos Mexiko (Fundación Ética Mundial de México) wurde 2006 auf Initiative des Unternehmers und Philanthropen Gerardo Martinez Cristerna und seiner Frau gegründet. Vorsitzender der Stiftung ist Gerardo Martinez Cristerna, im Exekutivrat und im internationalen Wissenschaftlichen Beirat sitzen hochrangige Intellektuelle und Wirtschaftsvertreter aus Mexiko, Chile und Spanien.

    Bei einer Vortragsreise im März 2007 konnte Prof. Hans Küng, begleitet von Dr. Stephan Schlensog, weitere Impulse für die Aktivitäten geben. Besonders die Zusammenarbeit mit verschiedenen Universitäten für die Weltethos-Idee hat seither gute Fortschritte gemacht. Im Jahr 2008 konnte die Ausstellung Weltreligionen – Weltfrieden – Weltethos" in 32 Einrichtungen gezeigt werden. 
     
    Im März 2009 wurden zwei wichtige Langzeitprojekte begonnen:

    • Eine Initiative mit Lehrkräften zur Förderung von Weltethos im Schulbereich;
    • Die Gründung des ersten „Forschungszentrums für Ethik und soziale Verantwortung“ an der Autonomen Staatsuniversität von Mexiko, der die Einrichtung solcher Zentren an möglichst allen Universitäten folgen soll.

    Ein von der Stiftung mit Unterstützung von National Geographic entwickelter Film „How to live ethics“ wurde bis 2014 bereits von etwa 300.000 Schülern an höheren Schulen gesehen. 

    Zusätzlich konnte Gerardo Martinez Cristerna die Arbeit der Stiftung durch den Aufritt im Radioprogramm „Ética ahora“ weiterführen.

    Kontakt: Gerardo Martinez Cristerna, E-Mail: gmartinez@grupoalsum.com

    Projekte in Nordamerika

    Seit Jahren sind Prof. Küng und Mitarbeiter der Stiftung zu Vorträgen und zur Teilnahme an Kongressen in den USA präsent. Mit einzelnen Institutionen und Organisationen gab und gibt es Kooperationen in einzelnen Projekten: unter anderem mit den Vereinten Nationen, dem Markkula Center for Applied Ethics an der Santa Clara Universität und anderen Universitäten. Zudem wurde die Weltethos-Ausstellung an verschiedenen Orten in den Vereinigten Staaten gezeigt. Im Jahr 2011 konnte die Stiftung Weltethos an der Georgetown University Washington D.C. in Zusammenarbeit mit dem dortigen „Berkley Center for Religion, Peace and World Affairs“ ein internationales Symposion zum Thema „Global Ethic, Law and Politics“ abhalten, an dem namhafte Referenten aus Deutschland, der Schweiz und den USA teilnahmen. In Zusammenarbeit mit dem weltbekannten Ökonomen und UNO-Berater Prof. Jeffrey Sachs soll die Arbeit für das Projekt Weltethos in den USA intensiviert werden.  

    Asien

    Projekte in China

    Im Jahr 1997 fand in Peking die Erste Konferenz über Weltethos und traditionelle chinesische Ethik statt (10.-12. September). Die Teilnehmer waren religiöse und akademische Persönlichkeiten aus ganz China, die sich mit ethischen und religiösen (konfuzianisch, daoistisch, buddhistisch oder christlich) sowie mit politischen, juristischen, ökonomischen, historischen, philosophischen oder humanistischen Studien befassten.
     
    Mehr dazu: http://www.weltethos.org/1-pdf/40-literatur/deu/china-1.pdf

    2001 folgte die Zweite Konferenz über Weltethos und traditionelle chinesische Ethik (Peking, 10.-14. Oktober) mit führenden chinesischen Gelehrten. Das von verschiedenen akademischen Einrichtungen in China gemeinsam mit der Stiftung Weltethos organisierte Kolloquium zeigte, wie die Weltethos-Thematik in der großen humanistischen Tradition Chinas verwurzelt ist. In ihrem abschließenden Statement betonten die Teilnehmer, welch große Unterstützung die Goldene Regel, das Prinzip der Gegenseitigkeit bzw. Menschlichkeit und die vier unverrückbaren Weisungen aus der chinesischen Tradition haben und wie wichtig diese Prinzipien für die heutige chinesische Gesellschaft sind.

    Mehr dazu: http://www.iscs.org.hk/Common/Reader/News/ShowNews.jsp?Nid=670&Pid=17&Version=0&Cid=186&Charset=iso-8859-1 

    Ende Oktober 2009 besuchten Prof. Hans Küng und Dr. Stephan Schlensog Peking. Prof. Hans Küng sprach an der Renmin Universität zur Eröffnung eines Zentrums für Religionswissenschaft und zur Eröffnung der 2. Weltkonferenz für Sinologie. Dr. Stephan Schlensog referierte dort über Programmatik und Verbreitung der Weltethos-Idee. An der Peking Universität hielt Prof. Küng einen Vortrag über das neue Manifest zu einem globalen Wirtschaftsethos und einen Dialog mit dem renommierten Philosophen Tu Weiming. Dieser stellte in Aussicht, an der Peking Universität ein „Global Ethic Center“ für China aufzubauen. Bei Gesprächen mit hochrangigen Regierungsvertretern, vor allem Religionsminister Wang Zuoan, wurde eine große Aufgeschlossenheit für den Weltethos-Gedanken festgestellt. Die Kontakte nach China wurden 2010 von Dr. Stephan Schlensog mit Vorträgen in Hong Kong und Shanghai weiter vertieft.
      
    2011 hat in Peking das neugegründete „Institute for Advanced Humanistic Studies“ (Leitung: Prof. Tu Weiming) an der Peking Universität (Beida) seine Arbeit aufgenommen. Am dort angesiedelten „Zentrum für Weltreligionen und Weltethos“ soll dessen Leiter Dr. Yang Xusheng Projekte im Sinne des Weltethos vorantreiben. Vorgesehen sind die Übersetzung und Publikation von grundlegender Weltethos-Literatur; eine chinesische Übersetzung des „Handbuch Weltethos“ ist bereits erschienen.

    2012 wurde dort das „World Ethics Institute Beijing (WEIB)“ gegründet. Wie das Tübinger Weltethos-Institut, widmet sich auch das WEIB der Verbreitung der Weltethos-Thematik in Forschung und Lehre, mit besonderem Augenmerk auf dem Themenbereich „Globales Wirtschaftsethos“.  Das WEIB ist ein Gemeinschaftsprojekt der Peking Universität, der Universität Tübingen und der Stiftung Weltethos. Weitere Kooperationspartner sind die Karl Schlecht Gemeinnützige Stiftung und die chinesische SANY Group, die das WEIB finanzieren.

    Seit 2009 läuft in Hongkong das Projekt „Weltethos im Schulbereich“, für das als Partner der Stiftung Weltethos das Institute for Sino-Christian Studies (ISCS) mit seinem Direktor Dr. Daniel Yeung verantwortlich ist. Es umfasst zwei Teilprojekte, von denen eines 2013 abgeschlossen werden konnte: Zusammen mit dem Hong Kong Institute of Education wurde das Ziel verfolgt, für das Fach „Liberal Studies“ an weiterführenden Schulen Unterrichtsmodelle und Materialien zum Weltethos zu entwickeln. Ergebnisse sind ein Lehrbuch zum Thema Global Ethic and Globalization sowie eine Sammlung von Unterrichtsmaterial. Außerdem konnte im Rahmen des Projekts die Ausstellung „Global Ethic and Globalization“ entwickelt und eine unterrichtsbegleitende Website eingerichtet werden. Zusätzlich fanden zahlreiche Lehrerfortbildungen statt. Das Projekt wurde bereits an zwölf Pilotschulen erfolgreich getestet.

    2012 erschien der erste Teil eines weiteren Materialienbuchs, das die sechs großen Weltreligionen vorstellt (siehe Ausstellung „Weltreligionen – Weltfrieden – Weltethos“ der Stiftung Weltethos), ergänzt durch lokale Volksreligionen und den Taoismus. Beide Unterrichtsmaterialien sind vor allem der Zusammenarbeit mit dem Hong Kong Bureau of Education (Schulbehörde) und dem Institute of Education (Pädagogische Universität) zu verdanken. Letzteres arbeitet mit der Stiftung auch zur Verankerung der Weltethos-Thematik in der Lehrkräfteausbildung zusammen.

    Erfreulicherweise begann 2013 in Hongkong zudem ein weiteres Teilprojekt der Initiative „Weltethos im Schulbereich“, das dank der großzügigen Finanzierung durch die Regierung von Hongkong möglich wurde. Auch hierbei geht es darum, das Weltethos in den Schulunterricht zu integrieren, in diesem Fall im Kontext des Fachs „Moral, Civic and National Education“ in der späten Grund- und frühen Sekundarschule. Geplant sind Vorträge und Workshops für Lehrkräfte sowie Initiativen zur weiteren Verbreitung von Weltethos-Lehrmitteln im Unterricht. Zu den wissenschaftlichen Beratern des für vier Jahre angesetzten Projekts zählt unter anderem Professor Hans Küng. Die mehrjährigen Schulprojekte in Hongkong werden auch von den Weltethos-Stiftungen Deutschland und Schweiz mitfinanziert. 

     

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