Im
Zentrum der Bemühungen im Bereich Schule und Erziehung stand in
den Jahren (1997–1998) der »Wettbewerb für Unterrichtsversuche
und Projekte«.
Die Stiftung Weltethos wollte mit diesem Wettbewerb Modellinitiativen
in Schule (Religions-, Ethik- und Philosophieunterricht, andere Fächer
und Arbeitsgemeinschaften), in Erwachsenenbildung oder Gemeindearbeit
anregen, auf der Grundlage der Weltethos-Erklärung von Chicago.
Erforderlich war eine detaillierte Darstellung der Konzeption und eine
Dokumentation über die praktische Durchführung.
Rund 700 Interessenten forderten die Rahmenrichtlinien für die
Unterrichtsversuche bei der Stiftung an. Eingereicht wurden schließlich
52 Beiträge aus sehr unterschiedlichen Erziehungs- und Bildungskontexten:
Das Spektrum reichte von der Grundschule über allgemein- oder
berufsbildende Schulen bis hin zur Hochschule.
Eine Jury von neun namhaften Hochschuldozenten aus dem gesamten Bundesgebiet
wurde gebildet aus den Bereichen Allgemeine Pädagogik, Religionspädagogik
und Erwachsenenbildung.
Für die Koordination und Durchführung
der Jury-Tätigkeiten konnten als Vorsitzende die Professoren Dr.
Karl Ernst Nipkow und Dr. Albert Biesinger – beide Universität
Tübingen – gewonnen werden. Im Mai 1998 standen 16 Preisträgerinnen
und Preisträger fest, die jeweils ein Preisgeld von DM 2.000,–
und einen Sachpreis erhielten. Im Rahmen eines wissenschaftlichen Symposions
»Weltethos in Schule und Bildung« fand am 11. Juli 1998 die Preisverleihung
in Tübingen statt.
Der Wettbewerb hat gezeigt, daß sich das Thema Weltethos für
alle Schularten und Klassenstufen eignet und sich dadurch insbesondere
auch zur Aufnahme in die Lehrpläne empfiehlt. Deshalb sollen die
ausgezeichneten Beiträge auch einer größeren Öffentlichkeit
zugängig gemacht werden im Rahmen einer Publikation – gemeinsam
oder nach Schularten getrennt – die für das Jahr 1999 geplant
ist.
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