Pflanzen eines Weltethos-Baumes in Hardehausen
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24.–26. September 2004
 

hardehausen baum


Vom 24.–26. September 2004 trafen sich 18 LehrerInnen aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Nordrhein-Westfalen zu einem Weltethos-Seminar im ehemaligen Zisterzienserkloster Hardehausen/Westfalen.

Schwerpunktthema des Seminars war der »Hinduismus«, vorgestellt von Dipl.-Theol. Stephan Schlensog, dem Geschäftsführer der Stiftung Weltethos, der im Sommer 2004 eine umfassende Studie über den Hinduismus vorgelegt hat.

Einer der Höhepunkte des Wochenendes war – unter tatkräftigem Einsatz der anwesenden Lehrkräfte – die feierliche Pflanzung eines Gingko-Baumes als »Friedensbaum«, gestiftet von der Stiftung Weltethos unter dem Motto »Kein Weltfrieden ohne Religionsfrieden«.
»Ein Ort des Friedens solle Hardehausen werden«, so Walter Klose, pensionierter geistlicher Studiendirektor aus Castrop-Rauxel, der bei dieser kleinen Feier um Gottes Segen bat.
 

Walter Lange, Gesamtschullehrer aus Castrop-Rauxel, Referent der Stiftung und Initiator sowohl der Fortbildung wie der Baumpflanzungs-Aktion, verlas dabei folgendes Friedensgebet von Hans Küng:

»Verborgener, ewiger, unermeßlicher, erbarmungsreicher Gott,
außer dem es keinen anderen Gott gibt.
Groß bist Du und allen Lobes würdig.
Deine Kraft und Gnade erhält das All!
Du Gott der Treue ohne Falsch, gerecht und wahrhaftig,
hast den Abraham, Deinen Dir ergebenen Diener,
zum Vater vieler Völker erwählt
und hast gesprochen durch die Propheten.
Dein Name sei geheiligt und gepriesen in aller Welt,
und Dein Wille geschehe, wo immer Menschen leben.

Lebendiger und gütiger Gott, erhöre unser Gebet:
Groß geworden ist unsere Schuld.
Vergib uns Kindern Abrahams unsere Kriege,
unsere Feindschaften, unsere Missetaten gegeneinander.
Erlöse uns aus aller Not und schenke uns den Frieden.

Segne Du, Lenker unseres Geschicks,
die Leiter und Führer der Staaten,
daß sie nicht gieren nach Macht und Ehre,
sondern handeln in Verantwortung für das Wohlergehen
und den Frieden der Menschen.

Führe Du unsere Religionsgemeinschaften und ihre Vorsteher,
damit sie die Botschaft vom Frieden nicht nur verkünden,
sondern auch selber leben.

Uns allen aber, und auch denen, die nicht zu uns gehören,
schenke Deine Gnade, Barmherzigkeit und alles Gute
und führe uns Du, Gott der Lebendigen,
auf dem rechten Weg in Deine ewige Herrlichkeit.
Amen.«


Aus: H. Küng, Der Islam, München 2004, S. 761f.
 

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