Filmtipp

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Das Gewissen der Welt
Wegweiser in eine friedliche Welt – ZDF
 
Das Gewissen der Welt


Gesendet am:
Sonntag, 20. 10. 2002, 23.25 Uhr
Sonntag, 27. 10. 2002, 23.55 Uhr
 


Ein Mitschnitt der Sendung auf VHS-Video ist zum Selbstkostenpreis erhältlich über:

LAVAFILM GmbH
Münzstraße 15
10178 Berlin
Telefon: +49  30  28404311
Fax: +49  30  28404344
contact@lavafilm.com
 

 
Der Film begibt sich auf Spurensuche nach einem Ethos, das lebt und viele Menschen eint. Ethos ist nicht allein Privatsache. Die Welt braucht ethische Rahmenbedingungen für eine friedliche Politik, soziale und ökologische Standards für globale Unternehmen. Und wie passen schließlich Börse und Moral nach dem Enron und World.Com Desaster zusammen, gibt es eine bessere Wirtschaftsordnung?

Überall in der Welt treffen die Autoren auf Menschen, die, so einfach es klingt, Gutes tun. Egal ob es in Israel, Indien oder Deutschland ist, egal, welche Religion sie praktizieren. In Argentinien sind es engagierte Menschen, die trotz des wirtschaftlichen Niedergangs an ihrer Moral festhalten. In den Suppenküchen der Slums teilen sie Essen aus, praktizieren ein Stück Solidarität.

Viele Argentinier sind Opfer eines korrupten Systems ihrer Politiker und der katastrophalen Wirtschaftslage geworden. Auch der US-Konzern Enron hat ein Musterbeispiel von Käuflichkeit und Korruption geliefert. Die Topmanager vertuschten das finanzielle Debakel und füllten sich selbst die Taschen, bis das Unternehmen nicht mehr zu retten war. Leidtragende sind besonders die über 20.000 mittlerweile beschäftigungslosen Enron-Mitarbeiter.

Nach welchen ethischen Standards sollen Börse und Weltwirtschaft funktionieren? Danach wurde der IWF Chef Horst Köhler befragt. Es geht dabei auch um die Verantwortung der großen Konzerne. Der Vorstandsvorsitzende von BASF Jürgen Strube zeichnet das Bild eines verantwortungsvoll agierenden Weltunternehmens.
Eine globale Welt braucht ein globales Ethos. Aber welches sind die gemeinsamen Grundwerte und Standards? Der Film begibt sich auf die Suche nach dem »Gewissen der Welt«, nach einer Ressource, die allen Menschen gemeinsam ist.

Die Autoren entdecken elementare humane Werte, die sich in den großen ethischen und religiösen Traditionen der Welt wiederfinden lassen. Die Suche führt sie nach Argentinien, Indien, Marokko, Israel, die USA und Deutschland. Auf der Plantage, in den Slums, auf der Straße oder im Hospiz, überall treffen sie auf Menschen, die ihr Ethos im Alltag leben und überzeugt sind, dass die Welt besser sein kann als sie ist. Was aber bedeuten gemeinsame humane Werte wie Gerechtigkeit oder Ehrfurcht vor dem Leben konkret für die Politik, die Ökonomie und die Ökologie? Der Film befragt Politiker und Wirtschaftsbosse nach einer Moral der Gegenwart, die eine Zukunft ermöglicht.

Der Film stellt auch das Projekt »Weltethos« des Theologen Hans Küng vor, seine konkrete Vision von einer globalen ethischen Grundorientierung, die er vergangenes Jahr vor der UN in New York vorstellte. Jenseits des Kampfes der Kulturen findet Küng kultur- und religionsübergreifende Werte, die eine Kultur der Solidarität und Toleranz ermöglichen sollen.

Regie: Roland May & Chiara Sambuchi
  

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